US-Botschafter Mike Waltz (am Rednerpult) im Streit mit dem kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez (mit roter Krawatte): »Back off!« US-Botschafter Mike Waltz (am Rednerpult) im Streit mit dem kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez (mit roter Krawatte): »Back off!«

US-Botschafter Mike Waltz (am Rednerpult) im Streit mit dem kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez (mit roter Krawatte): »Back off!«

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Olga Fedorova / EPA

Vertreter der USA und Kubas haben sich bei den Vereinten Nationen in New York ein heftiges Wortgefecht geliefert. Während der Rede des US-Botschafters bei der Uno, Mike Waltz, schlugen die anwesenden Vertreter Kubas zunächst mehrfach mit den Händen auf die Tische und forderten, die Rede zu unterbrechen.

Kubas Außenminister Bruno Rodríguez schritt in Richtung des Rednerpults, an dem Waltz seine Rede hielt und auch die Sitzungsleitung saß. Waltz rief Sätze wie: »Das ist nicht Ihre kommunistische Diktatur« oder »Halten Sie Abstand« und »Setzen Sie sich hin.« Außerdem: »Ist Ihnen klar, mit wem Sie es zu tun haben? Das hier ist Amerika!«

Rodríguez wiederum beschuldigte  Waltz der Lüge. »Er lügt nicht nur auf arrogante Weise, sondern verletzt auch die Würde dieser Generalversammlung«, sagte der kubanische Außenminister.

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Anlass der Sitzung war eine Abstimmung bei den Vereinten Nationen über das seit Jahrzehnten geltende US-Embargo gegen Kuba. Waltz kritisierte vor den Ländervertretern die Führung Kubas seit Fidel Castro.

Die Uno-Generalversammlung stimmt seit 1992 jährlich über eine Resolution zur Beendigung des seit mehr als 60 Jahren bestehenden US-Embargos ab. Die Resolution wird in der Regel von einer großen Mehrheit von Staaten unterstützt. Sie hat aber keine bindende Wirkung. Die diesjährige Abstimmung wird für Mittwoch erwartet.

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Zwischen den USA und Kuba sind die Beziehungen seit Jahrzehnten angespannt. Die Lage hat sich unter US-Präsident Donald Trump durch Sanktionen und ein Ölembargo weiter verschärft. Erst im August warf die Regierung in Havanna den USA eine »brutale und unmoralische Belagerung« der Insel vor.

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aar/dpa

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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