- T-Mobile trägt erneut ein Erfolgsquartal der Telekom
Die Deutsche Telekom ist im abgelaufenen dritten Quartal 2026 vor allem dank ihrer US-Tochter T-Mobile US stark gewachsen. Umsatz und Gewinn legten stärker zu als von Experten erwartet. In der Folge hat die Telekom ihre Prognose leicht angehoben und auch die Dividende soll um zehn Prozent auf 1,10 Euro je Aktie steigen.
Die Telekom konnte ihren Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro steigern, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei legten im Kerngeschäft die Service-Umsätze um gut 4 Prozent auf 26 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg um 8 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.
284.000 neue Mobilfunkkunden
Auch auf dem Heimatmarkt Deutschland konnte die Telekom bei Umsatz und Betriebsergebnis zulegen. Das Unternehmen weist nach einem Kundenschwund im Vorjahresquartal 11.000 neue Breitbandkunden aus. Im Mobilfunk verbuchte die Telekom 284.000 neue Vertragskunden, die Mobilfunk-Service-Umsätze legten um 2,9 Prozent zu.
Das gute Gesamtergebnis wird maßgeblich von der US-Tochter getragen. T-Mobile US weist für das dritte Quartal einen Anstieg der Service-Umsätze um 6,3 Prozent auf 19,4 Milliarden US-Dollar aus. Mit 274.000 neuen Verträgen hält T-Mobile nun knapp 35 Millionen Kundenverträge.
„Wir setzen mit unseren starken Zahlen Maßstäbe in unserer Branche“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Seit Jahren stellen wir den Erfolg unserer Strategie mit beeindruckenden Ergebnissen unter Beweis.“
Konkurrenz von Starlink
Die T-Aktie gehörte am Donnerstag dennoch zu den wenigen Verlierern im Leitindex Dax. Auch dafür ist der Grund in den USA zu suchen. Die Aktie der US-Tochter ist unter Druck, weil SpaceX Lizenzen für Mobilfunkfrequenzen erworben hat und sich anschickt, als vierter Netzbetreiber in den USA durchzustarten.
Die Deutsche Telekom hält etwas mehr als die Hälfte der T-Mobile-US-Anteile. Das Aktienpaket an der US-Tochter, die bereits Ende Oktober Zahlen vorgelegt hatte, ist umgerechnet rund 75 Milliarden Euro wert. Größter Anteilseigner der Deutschen Telekom ist der deutsche Staat, der knapp 30 Prozent der Aktien hält.
Fusion mit T-Mobile möglich
Unterdessen hat Höttges seinen Traum von der Fusion mit T-Mobile offenbar noch nicht aufgegeben. Derzeit werbe er bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Bundesregierung für den Zusammenschluss, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Insider. Zuletzt hatte es geheißen, die Pläne seien vorerst vom Tisch.
(vbr)
Source: Heise · Volker Briegleb
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