Mir geht es wie vermutlich vielen: Ich fahre einen mittlerweile elf Jahre alten Verbrenner. Der lässt sich ganz gut fortbewegen und hat sogar ein paar nette Extras, doch langsam wird es Zeit für einen neuen Wagen. Einerseits, weil ich vermeiden möchte, dass viel Geld in teure Reparaturen fließt – die werden mit zunehmendem Fahrzeugalter häufiger. Und andererseits bin ich zunehmend genervt von den hohen Benzinpreisen. Die spürt man sowohl im Stadtverkehr als auch auf längeren Strecken Richtung Skandinavien oder Süddeutschland.

Doch die Situation im Fahrzeugmarkt ist schwierig – gelinde gesagt. Während man früher für 15.000 Euro ziemlich gute und vergleichsweise junge Gebrauchtwagen bekam und das eigene Auto noch zu einem vernünftigen Preis in Zahlung geben konnte, kosten vergleichbare Gebraucht-Elektroautos schnell über 25.000 Euro. Neuwagen locken teilweise sogar mit einer Null-Prozent-Finanzierung, doch auch da starten (zumindest für mich) interessante Modelle erst ab 35.000 Euro. Und ja, ich werde mir jetzt wahrscheinlich einiges an Haue abholen, aber mit zwei Metern Körpergröße brauche ich eben auch ein bisschen Platz. Mini-Elektroknutschkugeln scheiden daher leider aus.

Dazu kommt die Frage nach dem Akku. Klar, theoretisch soll man alle zwei Stunden ohnehin eine Pause machen. Doch die Strecke zu meinen Eltern liegt bei 350 km, und die fahr' ich bisher immer durch. Was auch daran liegt, dass ich ohnehin meist später loskomme als geplant. Und auf der Reise nach Schweden haben mein Bruder und ich uns immer abgewechselt, Pausen waren jeweils maximal zehn Minuten, und so ging es in einem Rutsch nach Värmland.

Deswegen sollte ein Auto für mich mindestens 350 Kilometer unter realistischen Bedingungen schaffen. Auf dem Papier wären dafür wohl mindestens 450 Kilometer WLTP-Reichweite nötig. Solche Ansprüche steigern natürlich den Preis, klar, und machen die Gebrauchtfahrzeugsuche schwieriger.

Ich weiß, dass unsere Leser dieses Thema sehr bewegt -- insbesondere Fragen rund um Elektroauto-Akkus und deren Behandlung kommen immer wieder auf. Schließlich geistert häufig die Frage umher, wie lange ein Akku überhaupt hält und wie man ihn so "pflegt", dass er möglichst langsam altert. Das betrifft Käufer von Neu- und Gebrauchtwagen gleichermaßen.

Die gute Nachricht: Genau das können Sie jetzt in einem neuen Artikel nachlesen. Darin erklären wir, welche Faktoren die Alterung von Elektroauto-Batterien beeinflussen und wie Sie Ihren Akku möglichst schonend behandeln.

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Wie dem auch sei: Sind Sie derzeit ebenfalls auf der Suche nach einem erschwinglichen E-Auto? Oder haben Sie vielleicht sogar schon Erfahrungen mit dem Umstieg gemacht – positive wie negative? Schreiben Sie Ihre Erlebnisse gern in die Kommentare oder mir direkt per Mail. Ich bin gespannt, wie Sie das Thema angehen.

Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihr
Martin Fischer

Stellv. Chefredakteur heise medien (mfi)

Source: Heise · Martin Fischer

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