»Vergangene Woche teilte mein Mandant mit, dass seine Bankkonten gesperrt wurden«, sagte Nili der Zeitung. Seine Nachforschungen bei der Justiz hatten dann aufgedeckt, dass Panahi in Abwesenheit verurteilt worden war – erneut.

Ein Urteil in Abwesenheit gab es bereits im Dezember 2025. Damals sprach ihn ein Gericht wegen »Propaganda gegen das System« schuldig und verhängte eine Haftstrafe von einem Jahr. Als Beweis diente sein heimlich gedrehter Film »Ein einfacher Unfall«.

In dem Film verarbeitet Panahi seine eigenen Hafterfahrungen in Iran. Er handelt von einer Gruppe von ehemaligen Gefangenen, die ungeplant den Agenten entführen, der sie mutmaßlich in einem iranischen Gefängnis gefoltert hat. Eines der Folteropfer sieht den Geheimagenten zufällig wieder und entführt ihn in seinem Bus mit dem Ziel, sich zu rächen und ihn umzubringen. Dann kommen ihm allerdings Zweifel.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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