Von 2016 bis 2022 soll Frank S. 14 Frauen sediert, vergewaltigt und die Taten gefilmt haben, um sie später mit anderen Männern zu teilen. Dafür wurde der 69-Jährige vor dem Landgericht Berlin wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen angeklagt.

Jetzt ist das Urteil gegen ihn verkündet worden: S. soll zwölf Jahr in Haft. Das Landgericht Berlin ordnete zudem an, den 69-Jährigen anschließend in Sicherungsverwahrung unterzubringen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 13 Jahren sowie ebenfalls Sicherungsverwahrung für den Angeklagten gefordert.

Die Opfer des geständigen Angeklagten waren zwischen 50 und 60 Jahren alt. Der gelernte Elektriker hatte sie gezielt über Online-Dating-Plattformen kennengelernt und sich dort als Polizeikommissar oder Bundeswehrpilot ausgegeben. Die Tatvideos teilte der 69-Jährige später mit anderen mutmaßlichen Tätern – eine Ermittlerin sprach von einer »extremen Entmenschlichung« der Opfer in den entsprechenden Chatgruppen.

Insgesamt ging es in dem Verfahren um 22 Taten. Aber es wird weiter gegen S. ermittelt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es insgesamt 59 Betroffene gibt. Zehn mutmaßliche Opfer seien bislang nicht identifiziert worden, hieß es bei der Anklageerhebung.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wussten die Frauen nichts von den Taten und erfuhren erst im Rahmen der Ermittlungen aufgrund von Videos, was ihnen widerfahren ist.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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