1. Metas KI-Brillen im Test: Schutz vor heimlichen Aufnahmen
    • Klare Grenzen
  2. Lichtwächter: Abdecken der Aufnahmeleuchte
  3. LED-Blocker Licht herein, LED-Licht nicht heraus
  4. Fazit

Wo immer von Smart Glasses die Rede ist, sind Diskussionen um heimliche Foto- und Videoaufnahmen damit nicht weit: Im TV und Radio kocht das Thema ebenso hoch wie auf Social Media und in Podcasts, oft begleitet von hitzigen Kommentaren. Dass bei KI-Brillen wie den bekannten Ray-Ban-Meta-Modellen von Meta als Schutzmechanismus eine weiße Status-LED in einer Ecke des Rahmens aufleuchtet, wenn man damit ein Foto oder ein Video macht, verfängt dabei kaum: Viele Kommentatoren vertreten mittlerweile die Ansicht, dass sich nur Spanner solche Brillen holen – und die Aufnahme-LED einfach außer Gefecht setzen.

Ein Blick ins Internet scheint den Kritikern recht zu geben: Für eine Recherche zur Frage, wie sich die KI-Brillen so umbauen lassen, dass das Gegenüber von Aufnahmen nichts mehr mitbekommt, muss man nicht in die Tiefen des Dark Web vordringen. Vielmehr teilen Nutzer auf öffentlich zugänglichen Plattformen wie Reddit frei heraus ihre Erfahrungen mit entsprechenden Modifikationen (wofür sie immerhin regelmäßig Kritik von anderen Smart-Glasses-Besitzern kassieren), während Onlinehändler ohne Umschweife Zubehör anbieten, das die integrierten Sicherheitsfunktionen der KI-Brillen außer Kraft setzen soll. Meta hält mit Updates gegen: Mehrfach wurde die Firmware so nachgebessert, dass Manipulationen nicht mehr funktionierten oder modifizierte Brillen komplett die Aufnahmen verweigern. Mittlerweile läuft ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Moddern und Meta.

  • Metas KI-Brillen warnen mit einer Status-LED vor Foto- und Videoaufnahmen.
  • Frei erhältliche LED-Blocker können die Warnwirkung deutlich verringern; Firmware-Updates sollen ihren Einsatz erschweren.
  • Ältere Modelle und dunkle Umgebungen zeigen weiterhin Schwächen beim Manipulationsschutz.

Dass sich KI-Brillen für heimliche Aufnahmen missbrauchen lassen, ist zweifellos ein Problem. Doch ebenso wichtig ist die Frage, wie wirksam die vom Hersteller eingebauten Schutzmechanismen tatsächlich sind. Denn wer sich darauf beruft, dass Metas Brillen ausreichend gegen heimliche Aufnahmen gesichert seien, muss sich auch daran messen lassen, wie leicht sich diese Sicherungen umgehen lassen. Genau das wollten wir mit praktischen Versuchen überprüfen – nicht, um Anleitungen für Spanner zu liefern, sondern um herauszufinden, wie viel Schutz die Technik tatsächlich bietet.

Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Metas KI-Brillen im Test: Schutz vor heimlichen Aufnahmen". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.

Source: Heise · Nico Jurran

At a glance

Topic
Technology
Country
🇩🇪 DE
Publisher language
DE
Added to Allnira