Beratungen über Biodiversität UN-Konferenz einigt sich nach zähen Verhandlungen
Stand: 31.10.2026 • 08:09 Uhr
Wie kann die Artenvielfalt geschützt werden? Darüber wurde bei der UN-Biodiversitätskonferenz intensiv verhandelt. Am Ende gab es in Armenien eine Einigung - wenn auch keine besonders ambitionierte.
Nach einer durchverhandelten Nacht hat es bei der UN-Biodiversitätskonferenz in Armenien doch noch eine Einigung gegeben. In den Abschlussdokumenten wurden allerdings Formulierungen abgeschwächt und einige Passagen wieder gestrichen.
Unter anderem Russland hatte viele Punkte blockiert. Strittig waren beispielsweise Bezüge zu Menschenrechten, klimaschädlichen Subventionen und zum UN-Hochseeschutzabkommen. Bis zum Schluss wurde um einen Kompromiss über die Mitspracherechte für Indigene gerungen. Es wurde auch ein Papier beschlossen, das Strategien festlegt, wie die Umsetzung der Artenschutzziele bis 2030 beschleunigt werden kann.
"Nicht besonders detailliert"
Einige Umweltorganisationen zeigten sich erleichtert, dass überhaupt eine Einigung auf Abschlussdokumente gefunden werden konnte. Insgesamt bewerten die Organisationen und Wissenschaftler die Beschlüsse allerdings als wenig ambitioniert.
Die Einigung sei "nicht besonders aufregend oder detailliert", sagte Catherine Weller von der Organisation Fauna & Flora der Nachrichtenagentur AFP. Kirsty Leong von WWF International sprach von einem Ergebnis mit Stärken und Schwächen, das insgesamt positiv zu bewerten sei.
Hilfszahlungen bleiben freiwillig
Deutschland hatte sich dafür eingesetzt, dass mehr Staaten für den Naturschutz in ärmeren Ländern zahlen sollen - etwa die in den letzten Jahrzehnten reicher gewordenen Golfstaaten. Der Abschlusstext lädt die Staaten aber lediglich zu freiwilligen Beiträgen ein.
Ecuador setzt sich in geheimer Wahl durch
Die UN-Biodiversitätskonferenz findet alle zwei Jahre statt. Das nächste Treffen wird 2028 Ecuador ausrichten. Das südamerikanische Land setzte sich bei einer geheimen Abstimmung knapp gegen Panama durch. Ecuador erhielt 55 Stimmen, Panama 53.
Die rund 200 Vertragsstaaten des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt beraten bei den Konferenzen über Maßnahmen gegen das Artensterben und den Verlust natürlicher Lebensräume. Das Gastgeberland organisiert die Konferenz und leitet die Verhandlungen. Die Treffen sind unabhängig von den jährlichen UN-Klimakonferenzen.
Mit Informationen von Simon Plentinger, BR
Source: Tagesschau · tagesschau.de
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