Die Bundeswehr erhält Anfang Februar 2027 einen neuen Generalinspekteur: Der bisherige Heeresinpekteur Generalleutnant Christian Freuding folgt auf General Carsten Breuer, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Breuer war im September zum Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses gewählt worden und wechselt an die Spitze des Gremiums nach Brüssel.
Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, Freuding bringe alle Voraussetzungen mit, um die Soldaten »in das neue Zeitalter zu führen, in dem wir uns besser schützen müssen als in den Jahrzehnten zuvor«. Als Leiter des Sonderstabs Ukraine habe Freuding die technischen Entwicklungen im russischen Krieg gegen die Ukraine analysiert und Rückschlüsse für die Bundeswehr gezogen.
Als Heeresinspekteur habe er daraus schnell die richtigen Maßnahmen abgeleitet, etwa bei der Aufstellung des ersten Drohnenregiments. Pistorius würdigte Freuding als international hoch anerkannte und überzeugende Führungspersönlichkeit.
Freuding hatte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 die Leitung des Sonderstabs Ukraine im Ministerium übernommen und damit die deutsche Militärhilfe für das Land koordiniert. Von 2023 bis 2025 leitete er den neu geschaffenen Planungs- und Führungsstab im Ministerium, bevor er im Oktober 2025 zum Inspekteur des Heeres ernannt wurde.
Zuvor war der Politikwissenschaftler unter anderem Brigadekommandeur und von 2017 bis 2019 Adjutant der damaligen Verteidigungsministerin. Der Heeresaufklärer absolvierte Auslandseinsätze in Bosnien und Herzegowina sowie in Afghanistan.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
At a glance
- Topic
- World
- Country
- 🇩🇪 DE
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira