Vergewaltigung
Der britische Ex-Comedian und Schauspieler Russell Brand ist am Donnerstag wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt worden. Vier Frauen hatten vor dem Londoner Gericht zuvor die Vorwürfe, die der 51-jährige Brand vehement bestritt, dargelegt. Die Staatsanwaltschaft sah in ihm einen „skrupellosen“ und „manipulativen“ Straftäter. Das Strafmaß soll erst folgen.
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Brand wurde in einem Fall der Vergewaltigung und in drei Fällen der sexuellen Nötigung für schuldig befunden. Von zwei weiteren Anklagepunkten wegen Vergewaltigung sowie einem Vorwurf des versuchten sexuellen Übergriffs wurde er freigesprochen. Das Strafmaß soll am Montag bekanntgegeben werden, inzwischen wurde Brand in Gewahrsam genommen.
Brand hatte die Anschuldigungen stets zurückgewiesen und erklärt, die Vorfälle seien entweder einvernehmlich gewesen oder erfunden bzw. umgedeutet worden. Er gab an, als junger Mann sexbesessen gewesen zu sein und einen promiskuitiven Lebensstil geführt zu haben, betonte jedoch, er habe niemals jemanden gezwungen. Die Staatsanwaltschaft hingegen gab an, der Ex-Comedian habe „kindliche Erwartungen gehabt, dass jeder seiner Wünsche erfüllt werden müsse“.
Brands Ehefrau Laura hatte ihn wiederholt zum Gericht begleitet und war als Entlastungszeugin aufgetreten. Laut Brand war jedoch niemand, der über relevante Beweise verfügte, bereit, zu seinen Gunsten auszusagen.
International bekannt durch Hollywood-Filme
Brand, der für seine Stand-up-Auftritte sowie seinen Kampf gegen Drogen- und Alkoholprobleme bekannt ist, erlangte Anfang der Nullerjahre Bekanntheit, unter anderem als Moderator von Fernsehsendungen und einer eigenen BBC-Radiosendung. Er wirkte in Hollywood-Filmen wie „Nie wieder Sex mit der Ex“ und „Männertrip“ mit. Kurze Zeit war Brand mit dem Popstar Katy Perry verheiratet.
In den vergangenen Jahren zog er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, verlegte seinen Wohnsitz nach Florida und baute eine große Onlineanhängerschaft auf.
Brand sagte, das Strafverfahren habe verheerende Auswirkungen auf sein Leben und seine Familie gehabt. Freunde und Kollegen hätten sich von ihm abgewandt: „Mein gesamtes Leben wurde von diesen Ereignissen, diesen Anschuldigungen und Vorwürfen vereinnahmt.“
Verfahren nach Doku
Brands Anwälte argumentierten, die Glaubwürdigkeit der Opfer werde dadurch geschwächt, dass sie erst Jahre nach den angeblichen Übergriffen zur Polizei gegangen seien, erst nach der Ausstrahlung einer Dokumentation im Jahr 2023, die anonyme Vorwürfe gegen Brand enthielt.
Source: ORF · ORF.at
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