Ende Juli 2023 hatte Patterson zum Mittagessen eingeladen. Auf den Tisch kam Rinderfilet mit Pilzen im Blätterteig. Drei ihrer vier Gäste – ihre Schwiegereltern und eine Tante ihres Noch-Ehemannes – starben kurze Zeit später an den Folgen einer Vergiftung mit hochgiftigen Grünen Knollenblätterpilzen. Der Mann der Tante überlebte nur knapp.
Stets Unschuld beteuert
Der Pilz, der wissenschaftlich Amanita phalloides heißt, wird auch »Todeskappe« genannt. Er kann nach Verzehr extrem qualvolle und meist tödliche Vergiftungen auslösen.
Worum ging es in der Berufung?
Die Anwälte der Verurteilten hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt und sich dabei auf verschiedene Einwände gestützt. Unter anderem ging es darum, dass die Geschworenen während des Prozesses im selben Hotel untergebracht waren wie ein Polizeizeuge. Die Richter sahen jedoch keinen Grund, an der Arbeit der Geschworenen zu zweifeln.
Erfolgreich war dagegen die Staatsanwaltschaft: Sie hatte eine Verschärfung des Strafmaßes beantragt, weil sie es für unangemessen hielt, dass Patterson nach 33 Jahren überhaupt auf Bewährung freikommen könnte.
Ihr Vorgehen sei sorgfältig geplant und von einer »aufwendigen Reihe von Täuschungen« begleitet gewesen, sagte Richter Stephen McLeish. Die Tat sei »außergewöhnlich kalt und berechnend« gewesen. Es sei daher unangemessen, eine vorzeitige Haftentlassung als Option zuzulassen.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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