Ein ehemaliger Kadermitarbeiter der Ruag steht im Verdacht, mit Panzer-Ersatzteilen in die eigene Tasche gewirtschaftet und die Ruag um mindestens 60 Millionen Franken geschädigt zu haben. So soll der Beschuldigte Material gekauft und dieses unter dem Wert weiterverkauft haben – unter anderem an eine Firma, bei der seine Ehefrau in der Geschäftsleitung sitzt. Diese konnte dann auf dem freien Markt potenziell hohe Gewinne erzielen. Laut der Eidgenössischen Finanzkontrolle EFK soll es sich um 26 Fälle von Betrug zulasten der Ruag handeln.
Die EFK hatte bereits 2024 Unregelmässigkeiten beim Kauf und Handel von Leopard-1-Panzern und Einzelteilen festgestellt. In der Kritik steht auch das Verteidigungsdepartement VBS. Als Eigner der Ruag habe es seine Aufsichtsfunktion mangelhaft wahrgenommen, kritisiert nebst der EFK auch die Geschäftsprüfungskommission des Ständerats.
Source: SRF · 30.10.2026, 14:00
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