Buchneuerscheinung

Brita Steinwendtner taucht im Roman "Am Weiher" in das tiefe Wasser der Vergangenheit

In ihrem neuen Roman erzählt die Autorin das Leben dreier Frauen und rekonstruiert das lange verschwiegene Schicksal eines Mordopfers am Ende des Zweiten Weltkriegs

David Sailer

Zeigt Empathie für ihre Figuren: Brita Steinwendtner.

„Viele Geschichten sind im Weiher verborgen. Vergessene Schicksale“, heißt es einmal im Roman, und ein solches, in dem sich die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt, bildet gleichsam den Ausgangsstoff: das Schicksal einer namenlos gewordenen 43-jährigen Frau, die im Mai 1945 gewaltsam zu Tode kommt. Es ist, vorweggesagt, eine nichtfiktionale Geschichte, um die herum die Autorin sehr gekonnt eine fiktionale Erzählung um drei Frauen gebaut hat. Angesichts der Protagonistinnen ein Frauenroman, der seinen Zusammenhalt in jenem Schicksalhaften und dem Ort der Kriegsende-Tragödie hat, dem Weiher beim Schloss Leopoldskron in Salzburg, wo einst Max Reinhardt residierte, bis ihn die Nazis vertrieben.

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Source: Der Standard

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