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Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien hat Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva wegen der mutmaßlichen Behinderung von Wählern eine Verlängerung der Stimmabgabe gefordert.
Lula erklärte heute, in mehreren Städten des Landes, darunter die Wirtschaftsmetropole Sao Paulo, seien Busse des öffentlichen Nahverkehrs aus dem Verkehr gezogen, so dass Wählerinnen und Wähler an der Fortbewegung gehindert worden seien.
Er rief daher Brasiliens Obersten Gerichtshof auf, „die Öffnungszeiten der Wahllokale zu verlängern, die am Wählen gehindert wurden“. „Niemand darf darauf verzichten zu wählen, nur weil irgendein schamloser Unternehmer oder irgendein zwielichtiger Bürgermeister, ein Bandit, versucht hat zu verhindern, dass das Volk seine Stimme abgibt“, erklärte der Linkspolitiker.
Bei der Stichwahl zwischen Lula und seinem Herausforderer Flávio Bolsonaro, Sohn des rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, zeichnet sich ein extrem knapper Ausgang ab. Die erste Wahlrunde Anfang Oktober hatte Flavio Bolsonaro überraschend mit 47 Prozent der Stimmen gewonnen. Lula kam auf 45 Prozent.
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Source: ORF · ORF.at
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