Die Behörden in Brandenburg prüfen nach dem Angriff eines Wolfes auf ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark mögliche Konsequenzen. Der Landkreis Teltow-Fläming kündigte eine Aufarbeitung der Attacke und eine Kontrolle der Anlagen an. Der Wildpark bleibt demnach vorerst geschlossen.

»Ziel ist es, den Vorfall umfassend zu prüfen und die notwendigen Konsequenzen im Rahmen der gesetzlichen Zuständigkeiten zu ziehen«, teilte der Landkreis mit. Auch die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und will klären, wie es zu dem schockierenden Angriff kam. Der Landkreis sprach von einem belastenden Vorfall. Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Ein Wolf hatte am Mittwochmorgen ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark bei Baruth/Mark südlich von Berlin attackiert. Das Kind kam schwer verletzt per Rettungshubschrauber in eine Klinik. Eine Tierpflegerin soll laut Landkreis eingegriffen haben: »Die Tierpflegerin verhinderte durch schnelles Handeln weiteres Leid an zwei weiteren Mädchen, die ebenfalls vor Ort waren.«

Landkreis: Angriff während Versorgung der Tiere

Nach Darstellung des Landkreises Teltow-Fläming kam es während eines Programms für Kinder zu dem Angriff des Raubtiers. »Der Vorfall ereignete sich vor der regulären Öffnung des Wildparks im Rahmen eines am 28. Oktober 2026 gebuchten Tierpflegertages für Kinder«, teilte die Verwaltung mit. Laut Internetseite des Wildparks können Besucher dabei Tierpfleger bei ihrer Arbeit begleiten. In Brandenburg sind derzeit Schulferien.

Der Angriff soll sich nach Angaben der Kreisverwaltung in der Polarwolfanlage ereignet haben. »Während der Tränkung der Tiere im Wildgehege griffen die dort gehaltenen Wölfe ein Mädchen an und verletzten es schwer«, so der Landkreis in seiner Mitteilung.

Polarwolf im Wildpark Johannismühle

Polarwolf im Wildpark Johannismühle

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STAR-MEDIA / IMAGO

Vom Wildpark Johannismühle hieß es: »Wir kooperieren in vollem Umfang mit allen Behörden.« Aufgrund der laufenden Verfahren könnten keine weiteren Angaben gemacht werden. »Wir bedauern den Vorfall sehr, und die betroffene Familie hat unsere volle Unterstützung.«

Der Landkreis will nun die Sicherheitsvorgaben und die betrieblichen Abläufe im Wildpark überprüfen. Eine Wiedereröffnung der Einrichtung erfolge erst nach Freigabe durch die zuständige Behörde, hieß es. Das Veterinäramt will auch eine tierschutzrechtliche Kontrolle im Wildpark durchführen.

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Der private Wildpark bei Baruth/Mark rund 45 Kilometer südlich von Berlin hält verschiedene Arten von Wild- und Raubtieren in Gehegen. Auf Internetseiten der Einrichtung sind neben Hirschen und Rehen unter anderem Grau- und Polarwölfe, ein Braunbär und ein Luchs zu sehen. In Brandenburg leben auch in freier Wildbahn zahlreiche Wolfsrudel.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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