Bei einer Sitzung der Vereinten Nationen zum US-Embargo gegen Kuba kam es zu einem heftigen Wortgefecht. Im Anschluss haben die USA einen kubanischen Diplomaten ausgewiesen. Der Mann sei Mitglied der Delegation bei der Uno gewesen, so eine kubanische Diplomatin, die die Ausweisung bestätigte. Der Schritt markiert eine weitere Eskalation im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Washington und Havanna.
Gegenseitige Schuldzuweisungen
Auf Videos war zu sehen, wie der nun ausgewiesene Diplomat dem Anschein nach versucht, eine Person daran zu hindern, ihn zu filmen. Die kubanische Seite schilderte die Situation in einem Brief an Uno-Generalsekretär António Guterres, dass der Diplomat von einem US-Vertreter bedrängt worden sei.
Waltz hatte vor den Ländervertretern scharfe Kritik an der Führung Kubas seit Fidel Castro ausgebreitet. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez schritt in Richtung des Rednerpults, worauf hin Waltz Sätze rief wie »Halt Abstand« und »Das ist nicht Ihre kommunistische Diktatur«.
Anschließend hatte Waltz gesagt, Außenminister Marco Rubio habe die Ausweisung eines Mannes unterzeichnet, der einen US-Diplomaten »geschubst« und versucht habe, ihn anzugreifen.
Sinkende Zustimmung zu US-Embargo
Die Uno-Generalversammlung stimmt seit 1992 jährlich über eine Resolution zur Beendigung des seit mehr als 60 Jahren bestehenden US-Embargos ab. Die USA hatten vor der diesjährigen Abstimmung vehement bei Staaten gegen die Resolution geworben.
Sie wurde auch in diesem Jahr von der Mehrheit der Staaten angenommen – allerdings mit weniger Stimmen als in den vergangenen Jahren. Deutschland etwa hatte 2025 für die Resolution gestimmt, enthielt sich aber diesmal, wie 24 weitere Staaten. Derweil stimmten 130 Staaten dafür und 17 dagegen. Die Resolution hat keine bindende, aber eine symbolische Wirkung.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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