Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Staatsanwaltschaft Rostock auf Mord plädiert und lebenslange Haft für die Angeklagte gefordert. Die Anklage sei überzeugt, dass Gina H. den Jungen getötet habe, sagte Staatsanwalt Oliver Schley am 33. Prozesstag bei seinem Schlussvortrag.
Er beantragte zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld der 30-Jährigen. Sollte das Landgericht Rostock dem folgen und ein entsprechendes Urteil rechtskräftig werden, wäre eine vorzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren weitestgehend ausgeschlossen.
Gina H. habe Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen, führte Schley aus. Die Angeklagte hat die Vorwürfe abgestritten.
Den Angaben zufolge hatte sich Fabians Vater im August 2025 nach einer mehrjährigen Beziehung von der Angeklagten getrennt. Sie habe diese aus ihrer Sicht existenzbedrohende Trennung nicht akzeptieren wollen, auch weil sie finanziell von ihm abhängig gewesen sei.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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