Porsche gibt der Neuauflage seines Bestsellers den alten Namen zurück: Das Nachfolgemodell des eingestellten Verbrenner-SUV Macan, das 2028 auf den Markt kommen soll, wird wieder Macan heißen. »Der Name ist etabliert, von den Kunden gelernt und auch wertgeschätzt«, sagte Finanzvorstand Jochen Breckner dem SPIEGEL. Künftig heiße das kleinste SUV-Modell des Sportwagenbauers Macan, egal ob es mit Elektro- oder Verbrennungsmotor fährt oder mit beidem.
Damit weicht der im Januar angetretene Porsche-Chef Michael Leiters von der Linie seines Vorgängers Oliver Blume ab, der seit diesem Jahr nur noch den Porsche-Mutterkonzern Volkswagen führt. Unter Blume, der Porsche als Elektropionier neu erfinden wollte, hatte der Stuttgarter Konzern einen Elektro-Macan eingeführt und die Verbrennervariante des mittelgroßen SUV eingestellt, in der EU bereits 2024, im Rest der Welt werden die Modellbestände noch bis Ende des Jahres verkauft.
Autobauer nutzen die Nostalgie vertrauter Modellnamen
In seinen letzten Monaten als Porsche-Chef hatte Blume seinen Kurs korrigiert und unter anderem die Neuentwicklung eines Benziner-SUV in Macan-Größe beschlossen. Allerdings hatte Blume damals gesagt, das neue Modell werde sich »klar vom elektrischen Macan abheben«. Der Name blieb damals offen.
Bei den Kunden blieb der Benziner-Macan bis zuletzt die populärere Variante: Obwohl in der EU nur noch die Batterievariante verkauft wurde, lieferte Porsche in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 weltweit mehr Macan-Modelle mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb aus als mit reinem Elektromotor. Die Lücke, die das SUV in Porsches Modellportfolio reißt, ist gewaltig: Breckner erwartet, dass Porsche 2027 erneut weniger Autos verkaufen wird als im laufenden Jahr, »im Wesentlichen getrieben durch den dann finalen Auslauf« des Verbrenner-Macan.
Source: Der Spiegel · Alexander Demling
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