Mitte September sei erstmals eine tote Stute auf einer Weide gefunden worden, so die Ermittler. Medizinische Untersuchungen ergaben laut Polizei innere Verletzungen im Bauchraum. Rund zehn Tage später wurde eine weitere verletzte Stute auf einer Weide entdeckt. Auch dieses Tier habe äußere und innere Verletzungen aufgewiesen und sei später an deren Folgen gestorben. Bei den betroffenen Pferden handelte es sich den Angaben zufolge überwiegend um tragende Zuchtstuten mit einem Wert von Zehntausenden Euro.
»Für mich ist das ein Kranker, der wehrlosen Tieren Qualen zufügt, die zum Tode führen, nur weil er mir Schaden zufügen will«, sagte Schockemöhle der »Bild« . Der 81-Jährige ist ehemaliger Springreiter, gewann unter anderem Silber und Bronze mit der Mannschaft bei Olympischen Spielen. Schockemöhle lässt auf seinen Gestüten Pferde für den Reitsport züchten. Allein auf dem Gestüt Lewitz bei Neustadt-Glewe leben Tausende Pferde.
Die Polizei sucht nun Zeugen, die rund um die Todesfälle Auffälliges beobachtet haben. Das Gestüt hat auf Instagram einen Zeugenaufruf gestartet. »Der Verlust unserer Pferde und die Umstände ihres Todes haben uns zutiefst erschüttert. Umso wichtiger ist es uns, dass diese Vorfälle lückenlos aufgeklärt werden«, heißt es dort. Für sachdienliche und hilfreiche Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen lobt Schockemöhles Gestüt eine Belohnung von 10.000 Euro aus.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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