Nuki bringt nun die im März angekündigten Smart Module in den Handel. Das Modul verbindet die Technik der aktuellen Nuki-Schlossantriebe mit Haustüren, die schon ein elektromechanisches Schloss oder einen elektrischen Türöffner im Rahmen (A-Öffner) haben. Das Smart Module liefert nur das Hirn dazu: Funk, Steuerelektronik und die Anbindung an die Nuki-App. Ein klobiges Gehäuse an der Türinnenseite entfällt, ebenso das Akkuladen, weil das Modul am Strom der Tür hängt.

Laut Nuki beherrscht das Modul in der App dasselbe wie die aktuellen Nachrüst-Locks: Es öffnet per Auto-Unlock automatisch, lässt sich aus der Ferne steuern und verwaltet digitale Schlüssel. WLAN, Bluetooth und Thread sind eingebaut, eine Bridge ist nicht nötig. Per Matter lässt sich die Tür in Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Samsung SmartThings einbinden. Zur Einrichtung braucht man die Nuki-App, ein Konto ist laut Nuki aber keine Pflicht, und nach der Kopplung läuft das Modul auch ohne WLAN per Bluetooth.

Ab Werk oder vom Elektriker

Vor allem zielt Nuki auf den Neubau: Türenhersteller bauen das Modul ab Werk unsichtbar ein, den Vertrieb an sie übernimmt in Europa exklusiv der Fenster- und Türenhersteller Rehau. Kompatibel ist das Modul laut Nuki mit Schlössern gängiger Marken wie GU, Maco, Roto, Siegenia und Winkhaus. Die Adapterkabel dafür gehen nur an Türenhersteller.

Für bestehende Türen mit elektromechanischem Schloss verkauft Nuki das Modul einzeln für 359 Euro im eigenen Online-Shop und über Handelspartner wie etwa Elektrofachbetriebe, die es in einer Unterputzdose neben der Tür verbauen. Pflicht ist der Einbau durch Profis nicht, Nuki rät aber dazu, weil falsche Verkabelung das Modul beschädigen kann. Bei Stromausfall hilft nur der Schlüssel.

Weißes Keypad, nachrüstbarer Diebstahlschutz

Das Keypad 2 NFC, das Nuki-Schlösser per Code, Fingerabdruck und Smartphone-Tippen öffnet, gibt es jetzt auch in Weiß. Die White Edition kostet wie das schwarze Modell 179 Euro, ist aber zunächst limitiert und nur für Mitglieder des kostenlosen Nuki Club bestellbar. Wann sie regulär in den Hersteller-Shop kommt, ist noch offen.

Eine weiße und eine schwarze Haustür mit einem Nuki-Keypad in der jeweils gleichen Farbe.

Hell oder dunkel: Das Keypad 2 NFC passt sich jetzt auch weißenFassaden an, die Technik bleibt gleich.

(Bild: Nuki)

Neu ist eine Diebstahlerkennung: Bemerkt ein Sensor im Batteriefach, dass jemand das Keypad abnimmt, lässt es sich laut Nuki weder zum Öffnen nutzen noch zurücksetzen oder neu koppeln. Wer es von der Wand reißt, erbeutet also nur einen nutzlosen Plastikriegel. Die App meldet den Vorfall auf Wunsch. Code oder Fingerabdruck geben das Keypad wieder frei.

Für das schwarze Modell gibt es die Batteriefachkappe mit Sensor einzeln für 4,90 Euro. Voraussetzung sind laut Nuki aktuelle Firmware auf Smart Lock und Keypad sowie die neueste App-Version.

(wpl)

Source: Heise · Berti Kolbow-Lehradt

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