Schauspieler Adam Brody, 46, ist den meisten vor allem für zwei Rollen bekannt: Seth Cohen in »O.C. California« und Rabbi Noah Roklov in »Nobody Wants This«. Was die beiden Charaktere und Brody eint: sie sind jüdisch.
In einem aktuellen Interview mit dem Magazin »GQ« äußerte sich der Schauspieler erstmals öffentlich zum Gazakrieg. Er bezeichnete das Vorgehen Israels als Genozid und sprach sich für ein freies Palästina aus. Weiter sagte er, dass er die Hoffnung habe, dass eine andere israelische Regierung die aktuelle Politik korrigieren könne. Diese Aussagen riefen teils Kritik hervor.
In einem Podcast sagte die Autorin und Produzentin der Serie, Erin Foster, auf Brody angesprochen: »Jeder hat das Recht auf eine andere Meinung. Ich denke, unser Set ähnelt sehr den Esstischen auf der ganzen Welt, an denen Menschen debattieren, diskutieren und unterschiedlicher Meinung sind. Ich mag Adam sehr, aber ich bin auch anderer Meinung als er. Und das ist in Ordnung.«
»Als Schöpferin der Serie möchte ich unseren jüdischen Fans mitteilen: Ich sehe euch, ich höre euch und ich verstehe, wie ihr euch fühlt«, sagte Foster weiter. »Die Serie war schon immer und wird auch immer ein Liebesbrief an das Judentum sein. Deshalb habe ich diese Serie gemacht. Weil es eine so schöne Erfahrung für mich war, Jüdin zu werden und als Jüdin zu leben.« Und weiter: »In einer Zeit, in der es weltweit so gut wie keine positive Darstellung jüdischer Menschen gibt, ist es unglaublich wichtig, dass es so etwas gibt. Wenn ich jetzt hier sitze, wird mir das besonders bewusst.«
Auf Social Media hat sich Foster oft zum Nahostkrieg geäußert. »Nichts von dem, was derzeit in Israel/Palästina geschieht, ist akzeptabel«, schrieb sie etwa im Jahr 2021 und sprach sich für eine Zweistaatenlösung aus. »Die Palästinenser verdienen es, in Frieden und ohne Angst zu leben. Genauso wie die Juden«, schrieb Foster damals.
Zuletzt schaltete sich auch Schauspielerin Tovah Feldshuh, die in der Serie Brodys Mutter spielt, in die Debatte ein – mit harten Vorwürfen gegen Brody. Der »New York Post« sagte sie: »Dem jüdischen Volk Völkermord vorzuwerfen, ist absurd. Das stammt direkt aus Hitlers Drehbuch. Man macht das Opfer zum Täter.« Wenn diese Anschuldigungen von Juden selbst kämen, »macht das für die Gemeinschaft einen Unterschied«, fügte sie hinzu.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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