Stand: 27.10.2026 • 11:24 Uhr
Das Ebola-Virus breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Mehr als 10.000 Menschen sind dort bislang an der Infektionskrankheit erkrankt. Inzwischen wird weiter an der Entwicklung von Therapieverfahren und Impfstoffen gearbeitet.
In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der gemeldeten Ebola-Fälle auf 10.060 gestiegen. Das teilten die Gesundheitsbehörden des zentralafrikanischen Landes mit. 4.887 Menschen sind den Angaben zufolge seit Bekanntwerden des Ausbruchs Mitte Mai an Ebola gestorben.
Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC spricht von dem am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte. Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hoch ansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.
Ebola auch in Kenia und Nigeria gemeldet
Auch im ostafrikanischen Kenia und westafrikanischen Nigeria waren Ebolafälle der hochansteckenden Bundibugyo-Variante des Virus bestätigt worden. In Kenia wurden bislang neun Infektionen, darunter zwei Todesfälle bestätigt.
Die Patientin in Nigeria war nach einer Reise in das ostafrikanische Uganda erkrankt. Wo genau sie sich mit Ebola infiziert hat, wird nach Angaben der Gesundheitsbehörden noch untersucht.
Therapieverfahren werden zurzeit getestet
Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.
Seit Juli werden zwei antivirale Therapieverfahren klinisch getestet. In zwei weiteren Versuchsreihen wird zudem untersucht, ob der Ebola-Impfstoff Ervebo auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt.
Source: Tagesschau · tagesschau.de
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