Vor mehr als einem Jahr, im Juli 2025, entließ die Trump-Regierung die US-Bundesermittlerin Maurene Comey, eine der prominentesten Staatsanwältinnen des Landes. US-Präsident Donald Trump hatte einst schon ihren Vater, FBI-Chef James Comey, entlassen. Das Verhältnis der beiden galt als enorm zerrüttet. Es drängte sich also der Verdacht auf, dass auch Maurene Comey wegen dieser schlechten Beziehung ihren Job verlor. Mit ihrer Klage in dem Fall hat die Juristin nun Recht bekommen.
Comeys Entlassung war laut einer Gerichtsentscheidung unzulässig. Richter Jesse Furman ordnete zudem an, dass Comey ihren Posten als Bundesermittlerin an einem New Yorker Gericht wiederbekommen müsse und ihr Gehaltsnachzahlungen zustünden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorging.
Maurene Comey hatte angegeben, dass es keinen Anlass für ihre Kündigung gegeben habe und nur die Ablehnung ihres Vaters durch US-Präsident Trump der Grund dafür gewesen sein könne. Richter Furman urteilte nun, dass ein Justizminister zwar Bundesermittler feuern dürfe, allerdings nicht nach Belieben und ohne Angabe von Gründen wie in diesem Fall.
Die 1988 geborene Comey war im Juli 2025 vom US-Justizministerium entlassen worden – ohne offizielle Angabe von Gründen. US-Präsident Donald Trump hatte ihren Vater James Comey im Mai 2017 im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen gefeuert. Das FBI hatte damals mögliche Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam untersucht. Die Beziehung zwischen Trump und James Comey gilt als extrem zerrüttet, Trump greift ihn immer wieder öffentlich an.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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