Fifa-Präsident Gianni Infantino kommt einer Wiederwahl immer näher. Auch die Karibische Fußballunion (CFU) kündigte an, geschlossen für den Schweizer zu stimmen. Die CFU hat 31 Mitgliedsverbände, 25 davon dürfen an der Wahl des Fußball-Weltverbandschefs teilnehmen. Der Karibikverband weicht damit auch von der Haltung der kontinentalen Dachorganisation Concacaf ab, die sich gegen Infantino gestellt hatte.

Die CFU erklärte, sie habe sich nach Beratungen mit allen Mitgliedern für die gemeinsame Position und die Bestätigung von Infantino entschieden. Als Grund wurde die Finanzhilfe der Fifa bei der Entwicklung des Fußballs in der Region genannt. Der Verband fügte aber auch hinzu: »In diesem Sinne fordert die CFU weiterhin mehr Transparenz, eine verantwortungsvolle Führung sowie grundlegende Reformen innerhalb der Fußballfamilie.«

Mit seinem gescheiterten Plan, WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen, hatte Infantino im Sommer massive Kritik ausgelöst. Der Fifa-Chef müht sich seither mit einigem Erfolg, die Front seiner Rivalen aufzubrechen und genügend Stimmen für einen Verbleib an der Spitze einzusammeln.

Für die Uefa läuft die Frist

Bis zum 18. November müssen Kandidaten ihre Bewerbung für die Wahl des Fifa-Präsidenten beim Weltverband hinterlegen. Der Ehrenvorsitzende des japanischen Fußballverbands, Kozo Tashima, hatte angekündigt, gegen Infantino antreten zu wollen. Auch der frühere Schweizer Fußballprofi Ramon Vega strebt eine Kandidatur an. Beiden werden aber nur wenig Chancen eingeräumt.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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