Die Bundesregierung hat die Ausrichtung der Eishockey-WM in Deutschland im kommenden Mai bei einer Zulassung der russischen Nationalmannschaft praktisch ausgeschlossen. Nach Gesprächen mit dem Deutschen Eishockey-Bund DEB, dem Weltverband IHF sowie dem Deutschen Olympischen Sportbunds DOSB erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius auf der Bundespressekonferenz, dass aufgrund der breiten Ablehnung anderer Nationen sowie Wirtschafts- und Medienpartnern »die Durchführbarkeit des Turniers sportlich und wirtschaftlich faktisch unmöglich« sei.

Die massiven Boykottdrohungen mehrerer Länder um Weltmeister Finnland zeigten, »dass das internationale Eishockey die Wiederzulassung Russlands durch die Entscheidung des Cas nicht akzeptiert«, so Kornelius. Dazu hatten auch mehrere WM-Sponsoren angekündigt, bei einer russischen Teilnahme abzuspringen. Der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz brachte unterdessen eine Rückgabe der Gastgeberrolle ins Spiel.

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte in der Vorwoche die Teilnahme Russlands an internationalen Turnieren genehmigt und damit eine heftige Debatte ausgelöst. Mehrere Nationen hatten angekündigt, WM‑Spiele gegen Russland boykottieren zu wollen, darunter ist auch der amtierende Weltmeister Finnland.

»Unser Ziel muss es sein, die Turniere wie geplant durchzuführen. Das wäre angesichts der Boykotte bei Zulassung Russlands faktisch aber nicht möglich«, sagte Kornelius: »Und deswegen wollen wir jetzt tatsächlich auf dem Gesprächsweg Möglichkeiten ausloten, wie wir das Turnier dennoch stattfinden lassen können.«

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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Sports
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