Allein der Sprit kostet Lufthansa in diesem Jahr rund zwei Milliarden Euro mehr – dennoch macht der Luftfahrtkonzern gute Geschäfte. Das Sommerquartal hat die Erwartungen übertroffen.

03.11.2026, 07.37 Uhr

Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen: Zwei Milliarden Euro mehr im Jahr für Kerosin Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen: Zwei Milliarden Euro mehr im Jahr für Kerosin

Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen: Zwei Milliarden Euro mehr im Jahr für Kerosin

Foto: Ronald Wittek / EPA

Die Lufthansa hat im dritten Quartal besser abgeschnitten ​als erwartet. Das bereinigte Betriebsergebnis legte von Juli bis September um ‌sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, teilte die Lufthansa mit. Analysten hatten im Schnitt mit 1,37 Milliarden Euro gerechnet. Auch der Umsatz fiel mit 12,2 Milliarden ​Euro um neun Prozent höher aus als im Vorquartal und damit etwas besser als von den Experten ⁠vorausgesagt.

Das gute Geschäft gelang dem Konzern trotz stark gestiegener Treibstoffkosten. Wegen des Irankriegs stiegen diese auf das Quartal gerechnet um mehr als eine halbe Milliarde Euro. Für das Gesamtjahr erwartet die ‌Lufthansa jetzt einen entsprechenden Anstieg von ​zwei Milliarden Euro ‌statt bisher rund 1,5 Milliarden Euro.

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Die Nachfrage sei in allen Segmenten robust gewesen, was höhere Ticketpreise ermöglichte, teilte der Konzern mit. Die Airlines der ‌Lufthansa, zu der auch Swiss, Austrian und Brussels Airlines oder ITA Airways gehören, verkauften viele Premiumtickets und ‌Langstreckenflüge. Alle Fluggesellschaften bis ​auf die Kernmarke ‌Lufthansa Airlines steigerten ihre Ergebnisse. Die Frachttochter ‌Lufthansa ​Cargo verdreifachte sogar den Betriebsgewinn, auch Lufthansa Technik verdiente deutlich besser mit der ​Flugzeugwartung. Außer starken operativen ⁠Erlösen halfen auch Einsparungen, ​den ​Kostenanstieg mehr als auszugleichen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist dennoch mit den Entwicklungen im deutschen Markt unzufrieden. Im SPIEGEL-Interview bemängelt Spohr die im internationalen Vergleich geringen Arbeitsstunden und geringe Flexibilität durch Mitbestimmung und Tarifverträge. Das ganze Interview lesen Sie hier.

fdi/Reuters

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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