Mehr als 200 Passagiere aus rund einem Dutzend Ländern mussten das Schiff verlassen. »Das Unternehmen arbeitet mit den Passagieren zusammen, um die Ausschiffung zu koordinieren und vorübergehende Wohnmöglichkeiten zu finden«, heißt es in einer Mitteilung des Anbieters. Villa Vie Residences bietet Gästen an, auch dauerhaft an Bord eines Kreuzfahrtschiffs zu leben. Auf dem Schiff befanden sich zudem mehr als 150 Crewmitglieder.

Villa Vie Residences rechnet vor, dass der Irankrieg die Treibstoffkosten in Teilen Asiens dramatisch in die Höhe getrieben habe. Während der monatliche Spritaufwand pro Kabine früher durchschnittlich rund 1800 US-Dollar (1600 Euro) betrug, seien es dort zuletzt schätzungsweise 6000 bis 8000 US-Dollar gewesen.

Zunächst hatte das Unternehmen gegengesteuert: Das Schiff sollte langsamer fahren und länger in Häfen bleiben, um Treibstoff zu sparen. Vergebens, die Verluste könne man nicht länger tragen, hieß es vom Anbieter. Laut Firmenbroschüre kosten die Wohnkabinen und Suiten als ständiger Wohnsitz umgerechnet zwischen 108.000 und 395.000 Euro, die monatlichen Gebühren liegen bei Doppelbelegung bei 4500 bis 9900 Euro.

In dieser Woche sollte das Schiff laut Fahrplan in Richtung Vietnam ablegen. Wie es nun für die Passagiere aus rund einem Dutzend Ländern ist offen. »Unser Fokus liegt nun darauf, die Passagiere, die Crew und unsere Mitarbeiter zu unterstützen, während wir in den nächsten 60 Tagen an der Umstrukturierung und Rekapitalisierung arbeiten«, teilte das Unternehmen mit.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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