»Die ersten sechs Wochen habe ich gedacht, verflixt, das ist ein Sport für jüngere Männer«: CDU-Politiker und Ministerpräsident Hendrik Wüst hat in einer Talkshow über sein Familienleben geplaudert.
24.10.2026, 11.43 Uhr
NRW-Ministerpräsident Wüst: Ein komplett freies Wochenende im Monat
Foto: Sebastian Gollnow / dpa / picture allianceUnruhige, schlaflose Nächte mit dem Baby kennen wohl fast alle Eltern. Das geht Spitzenpolitikern nicht anders. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zieht zu Hause im münsterländischen Rhede deshalb nachts schon mal auf das Schlafsofa um, wie der CDU-Politiker am Freitag in der »NDR Talk Show« erzählte.
Seine sieben Monate alte Tochter sei nachts lebhafter als damals ihre heute fünf Jahre alte große Schwester. »Die ersten sechs Wochen habe ich gedacht, verflixt, das ist ein Sport für jüngere Männer und für Leute, die irgendwie etwas geregeltere Arbeitszeiten haben als ich.«
Seine Frau habe umsichtigerweise schon vor der Geburt der zweiten Tochter ein Klappsofa bestellt. Dahin ziehe er in der Nacht manchmal um, schilderte der 51-Jährige. Einmal im Monat nehme er sich ein Wochenende komplett frei für seine Familie – und dazu noch möglichst einen Abend in der Woche. Früher sei das die »Date Night« mit seiner Frau gewesen. »Seit die Kinder da sind, heißt es ›Abendbrot mit meiner Frau‹.« Die ältere Tochter bringe er morgens mit dem Lastenfahrrad gern in die Kita.
Wüst ist seit 2021 Ministerpräsident, im kommenden April sind Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. In der Frage, wer Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einmal nachfolgen könnte, gilt Wüst als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Als Moderatorin Bettina Tietjen in der Runde mit anderen prominenten Gästen wie Caren Miosga und Schauspielerin Rosalie Thomass wissen wollte: »Wenn die K-Frage kommt, mit wem werden Sie sich beraten, ob Sie es machen sollen oder nicht?«, antwortete Wüst knapp: mit seiner Frau.
Noch immer kümmern sich oft vor allem Mütter um ihre Kinder – obwohl sie es gern anders hätten. Familienberaterin Susanne Mierau sagt im Interview mit dem SPIEGEL , warum es nicht Aufgabe der Frauen ist, Väter zur Verantwortung zu ziehen.
mar/dpa
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
At a glance
- Topic
- World
- Country
- 🇩🇪 DE
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira