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KI-Task-Force-Bericht der Bundesregierung – eine Analyse, was drin steht
- KI und Sicherheit – alles kein Problem
- KI und Gesellschaft – jetzt mögt KI doch endlich!
- KI-Anwendungen und „Frontier AI“ made in Germany
- KI und Infrastruktur – ein großes Wünsch-dir-was
- KI-Talente – oh wie schön ist Panama Deutschland
- Das Kleingedruckte im Bericht – das fehlt
Der große KI-Task-Force-Bericht der Bundesregierung ist da. Wir haben ihn analysiert und geschaut, was drinsteht – und was nicht. Er gibt einen Einblick, wohin die Bundesregierung in Sachen KI streben will, und zeichnet einen Zielzustand, den Deutschland bis 2030 erreichen soll, um eine „KI-Nation“ zu werden. In dem Bericht ist jedoch vor allem eines auffällig: sein großes Wunschdenken mit wenig konkreten Ideen. Er ist, im doppelten Sinne, absolut traumhaft.
Carolin Riethmüller beschäftigt sich schon seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin mit Digitalthemen und deckt im heise Newsroom den Themenbereich KI ab. Besonders interessieren sie dabei die großen Zusammenhänge und das technische Detail.
Konkret schlüsselt der Bericht seine Überlegungen in sechs Subthemen auf, benennt für jeden Bereich Kennzahlen und Zielwerte und am Ende 18 „Schlüsselmaßnahmen“, die besonders große Hebel darstellen sollen. Klar wird schon ganz zu Anfang: Der Bericht sieht einen großen Zeitdruck für Deutschlands KI-Nation-Werdung. So werden laut dem Bericht im weltweiten KI-Wettbewerb die nächsten eineinhalb Jahre darüber entscheiden, ob Deutschland den Anschluss hält. Das Land drohe „trotz einer starken Ausgangsposition insbesondere in der Forschung“ in eine Situation zu geraten, in der sich der Abstand zu den führenden KI-Standorten USA und China stetig vergrößere. „Das Zeitfenster, um diesen Abstand zu verringern, schließt sich bald“, heißt es weiter.
Die Regierung macht in dem Dokument (PDF) daher zahlreiche Zielvorgaben. So sollen etwa bis 2030 mindestens 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleineren und mittleren Unternehmen KI einsetzen. Die Zahl der KI-Startups soll sich verdreifachen, der Anteil der Wirtschaftsleistung, der KI-basiert erwirtschaftet wird, soll mehr als 10 Prozent betragen. 90 Prozent der Bundesbehörden sollen bis dahin mindestens eine KI-Anwendung zur Bearbeitung von Kernaufgaben nutzen. Ein Problem wird schon hier deutlich: Diese Ziele sind darauf angewiesen, dass alle mitmachen.
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Source: Heise · Carolin Riethmüller
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