Er soll seine damalige Lebensgefährtin immer wieder betäubt, vergewaltigt und die Taten gefilmt haben. Nun ist ein Mann aus der Region Hannover zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Hannover sprach ihn unter anderem der schweren Vergewaltigung in 33 Fällen schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger des Mannes kündigte an, eine Revision zu prüfen.
Die Kammer sprach den 39-Jährigen zudem der schweren sexuellen Nötigung in sieben Fällen schuldig, jeweils verbunden mit gefährlicher Körperverletzung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Hinzu kamen fünf weitere Fälle solcher Bildaufnahmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger Marcin Raminski sprach von einem »sehr hohen Strafmaß«.
Schlafmittel in den Tee gemischt
Nach Überzeugung der Kammer mischte der Mann seiner Partnerin in der gemeinsamen Wohnung in Ronnenberg bei Hannover heimlich ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel in Getränke, meist in Tee. Anschließend nahm er sexuelle Handlungen an der Frau vor, die sich laut Kammer in einem Zustand nahe der Bewusstlosigkeit befand. Manche Taten zogen sich über Stunden hin. Er filmte sie mit seinem Mobiltelefon und verbreitete einen Teil der Aufnahmen im Internet.
In Chatgruppen brüstete sich der Mann nach den Feststellungen des Gerichts mit den Taten und erhielt dafür Zuspruch. Teilweise setzte er auch Wünsche anderer Chatteilnehmer um. Der Vorsitzende Richter bezeichnete das gesichtete Videomaterial als »maximal verstörend«. Die Taten seien mit einer besonderen Entwürdigung verbunden gewesen.
Geständnis wirkte strafmildernd
Die Kammer stützte sich vor allem auf ein umfassendes Geständnis, das sie unter anderem anhand der Videos überprüfte. Zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte noch geschwiegen. Sein Geständnis und die gezeigte Reue berücksichtigte das Gericht strafmildernd. Es hielt ihn für voll schuldfähig.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
At a glance
- Topic
- World
- Country
- 🇩🇪 DE
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira