Andere Farbe, andere Raumaufteilung: In Frankfurt am Main ist nun die erste von vielen umgestalteten S-Bahn unterwegs. Sie wird zuerst auf der Linie S4 fahren, wie die Deutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund mitteilen. Insgesamt wird rund die Hälfte aller S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet neu gestaltet.
Außen sind die Züge nicht mehr rot, sondern weiß mit blauem Streifen und grüner Front. Innen dominieren die Farben Weiß und Grau mit Elementen in Holzoptik. Aber nicht nur das Design wurde verändert, auch die Raumaufteilung: Es gibt keine erste Klasse mehr, dafür aber mehr Raum zum Ein- und Aussteigen. Laut RMV und DB passen durch die Umgestaltung dann 559 Fahrgäste in einen Zug, das sind 15 Prozent mehr als bisher.
»Mit dem Redesign von 98 S-Bahn-Fahrzeugen schaffen wir mehr Kapazität und machen die S-Bahn fit für das kommende Jahrzehnt«, sagte der Vorsitzende der RMV-Geschäftsführung, Knut Ringat, in einer früheren Mitteilung . Die Umgestaltung schaffe die Voraussetzungen für noch mehr Nutzerinnen und Nutzer im ÖPNV. Schon zuletzt stieg die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer von Bus und Bahn in Frankfurt und Umgebung. 2025 fuhren 839 Millionen Fahrgäste mit, der Wert steigt seit 2020 jedes Jahr und liegt auch höher als vor der Coronapandemie (2019: 808 Millionen).
S-Bahnen sollen bis 2029 umgebaut sein
Für Radfahrer gibt es einen Bereich, wo man das Rad schräg mit dem Vorderrad in die Wand schieben kann. Für Rollstühle und Kinderwagen steht ein eigener Bereich zur Verfügung. Zudem werden 34 Steckdosen pro Fahrzeug eingebaut. Dies soll insbesondere Pendlerinnen und Pendlern zugute kommen, die die S-Bahn für ihren Arbeitsweg nutzen.
Die Fahrzeuge werden nach und nach fertiggestellt und eingesetzt. Der Abschluss der schrittweisen Modernisierung ist den Angaben zufolge für Sommer 2029 vorgesehen. Es handelt sich um die Züge der zehn Jahre alten Baureihe ET 430.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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