Im Einzelhandel seien die beschlagnahmten Waren demnach schätzungsweise 6,3 Milliarden Euro wert. Auch das ist ein Höchststand. Im bisherigen Rekordjahr 2024 hatte dieser Wert noch bei knapp 3,9 Milliarden Euro gelegen.
Zu den Produkten, die besonders oft beschlagnahmt wurden, gehören unter anderem CDs und DVDs, Software und Spielzeug. Auch Zigaretten und Kleidung stehen weit oben auf der Liste. Die meisten Waren kamen aus China (rund 41 Prozent) und der Türkei (rund 18,5 Prozent).
In Deutschland wurden vor allem Waren an den Außengrenzen sichergestellt. Knapp 22 Prozent des geschätzten Wertes der dort beschlagnahmten Waren entfielen auf die Bundesrepublik. Damit liegt Deutschland in dieser Kategorie auf Platz zwei hinter Spanien, auf das gut die Hälfte des Produktwerts entfiel.
Die Zahlen zeigen, wie viele gefälschte Waren wo beschlagnahmt wurden. Aus ihnen lässt sich jedoch nicht direkt ableiten, wie viele gefälschte Produkte in den einzelnen Ländern tatsächlich verkauft werden oder wie groß der illegale Handel dort ist. Dass die Werte steigen, kann damit zu tun haben, dass Fälscher aktiver werden – aber auch damit, dass die zuständigen Behörden intensiver und erfolgreicher kontrollieren. Gefälschte Ware werde zunehmend auch online bestellt und versandt, was das EUIPO laut dem Bericht vor neue Herausforderungen stelle.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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