1,6 Millionen Zuschauer verfolgten die Parade zum Día de los Muertos in Mexiko-Stadt. Am Tag der Toten ehren Mexikaner ihre Verstorbenen mit geschmückten Gräbern und bunten Opfergaben. Die Bilder.
01.11.2026, 10.52 Uhr
An die Toten erinnern
Große Parade zum Día des los Muertos: Rund 1,6 Millionen Zuschauer bestaunten den Umzug in Mexiko-Stadt.
Foto: Tomas Perez / EPA
Totenköpfe und knallige Farben
In ganz Mexiko kleiden sich Menschen zu Ehren der Verstorbenen, deren Seelen dem Glauben nach am Tag der Toten für eine kurze Zeit zu ihren Verwandten auf die Erde zurückkehren.
Foto: Leopoldo Smith / Getty Images
Mit Blumen
Blumen spielen am Día de los Muertos eine große Rolle. Die wichtigste Blume ist die Studentenblume, auch Mexikanische Ringelblume – in Mexiko Cempasúchil – genannt, die in einem kräftigen Orange leuchtet. Doch auch viele andere bunte Farben sind in Sträußen und Kostümen zu finden.
Foto: David Guzman / EPA
Reich geschmückte Altäre
Familien schmücken zu Hause Altäre und auch die Gräber ihrer Liebsten auf dem Friedhof mit Blumen, Girlanden, Bildern und Opfergaben. Die Unesco hat den indigenen Brauch 2008 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Wann das Fest zum ersten Mal begangen wurde, ist nicht bekannt. Doch es hat seinen Ursprung in landwirtschaftlichen Glaubensvorstellungen aus der vorspanischen Zeit Mexikos. Nach der spanischen Kolonisation ab 1519 wurden katholische Traditionen in die Feierlichkeiten integriert.
Foto: Cristopher Rogel Blanquet / Getty Images
Touristenattraktion
Die Paraden zum Día de los Muertos ist über die vergangenen Jahre immer mehr zur Touristenattraktion geworden. Dabei gibt es diese noch gar nicht so lang. Sie wurde von einer Szene aus dem James-Bond-Film »Spectre« inspiriert, in der solch ein Umzug durch die Straßen von Mexiko-Stadt zu sehen ist – dabei hatte es so etwas bis dahin in der Realität gar nicht gegeben. Auch der Pixar-Film »Coco« trug dazu bei, den Tag der Toten einem internationalen Publikum näherzubringen.
Foto: Rebecca Herrera / AP
La Catrina
Das Make-up, das wohl die meisten mit dem Tag der Toten verbinden, soll »La Catrina« darstellen. Die Catrina-Figur ist ein weibliches Skelett, meist mit einem ausladenden Hut und Blumenschmuck verziert. Sie soll für die Gleichheit im Tod stehen – unabhängig von Status und Reichtum. Geschaffen wurde die Figur Anfang des 20. Jahrhunderts vom mexikanischen Karikaturisten José Guadalupe Posada. La Catrina ist mittlerweile zum Symbol des Día de los Muertos geworden.
Foto: Tomas Perez / EPA
Das Leben feiern
Der Tag der Toten in Mexiko ist weniger ein Trauer- als ein Festtag. Zu den Feierlichkeiten gehört auch traditionelle mexikanische Musik, die sich nicht nur mit dem Tod, sondern auch dem Leben beschäftigt. Von Cumbia über Rock, Rancheras und Huapango bis hin zu Pop wird alles gespielt.
Foto: Luis Cortes / AFP
czl/AP/dpa
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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