Sie ist zumindest die meistgenannte potenzielle Kandidatin für die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier im Amt des Bundespräsidenten: Ilse Aigner. Auch wenn sich Kanzler Friedrich Merz noch nicht festgelegt hat – immer mehr Politiker aus den Reihen der schwarz-roten Koalition sprechen sich für die CSU-Frau aus. Auch aus der CDU gibt es mal mehr, mal weniger deutliche Sympathiebekundungen.
CDU-Unionsfraktionschef Thorsten Frei will sich zwar noch nicht auf eine Kandidatin festlegen. Aigner nannte er nun jedoch »eine ganz hervorragende Personalie«. Das habe sie »über viele Jahrzehnte in der bayerischen und in der deutschen Politik bewiesen«, so Frei gegenüber der »Bild«.
Am kommenden Montag könnte im CDU-Präsidium eine Entscheidung über die Bundespräsidentenfrage fallen. Zuletzt hatten sich mehrere CDU-Ministerpräsidenten öffentlich hinter Aigner gestellt. So sagte etwa Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer, er wünsche sich, »dass Ilse Aigner am Montag unsere gemeinsame Kandidatin der Union wird«.
Rückendeckung für Aigner kommt jetzt auch aus dem Südwesten: »Ilse Aigner hat meine volle Unterstützung als gemeinsame Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin«, sagte der baden-württembergische CDU-Chef Manuel Hagel der Nachrichtenagentur dpa. »Ihr Ansehen reicht weit über die eigenen Reihen hinaus. Sie verbindet Klarheit mit Herzlichkeit. Immer auf Augenhöhe, immer empathisch.«
Auch der SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke aus Brandenburg bezeichnete Aigner als »die perfekte Kandidatin«. »Sie kennt die deutsche Politik aus dem Effeff. Sie ist nahbar. Sie mag Menschen, kann zuhören und man hört ihr zu.«
Die Bundesversammlung kommt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Aigner. Der Zuspruch für die derzeitige Präsidentin des bayerischen Landtags wird in München aufmerksam registriert.
»Diese Unterstützung zeigt die hohe Akzeptanz für das Angebot einer Kandidatin, die gute Chancen auf ein starkes Ergebnis bereits im ersten Wahlgang hätte«, sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber der »Rheinischen Post«.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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