Sprüche unkenntlich gemacht

Passanten hatten die Schriftzüge am Dienstagmorgen entdeckt und die Polizei benachrichtigt. Polizisten vor Ort machten diese zunächst mit Sprühkreide unkenntlich, eine professionelle Entfernung soll folgen. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt.

Die Meldestellen des Bundesverbands Rias haben im vergangenen Jahr mehr als 8700 antisemitische Vorfälle in Deutschland erfasst. Das waren in etwa so viele wie 2024, aber mehr als dreimal so viele wie im Jahr vor dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und der darauffolgenden israelischen Großoffensive im Gazastreifen.

Das Spektrum der Vorfälle reichte von Schmierereien über Beleidigungen bis zu massiver Gewalt. Wie schon 2024 ordnet Rias mehr als zwei Drittel der Vorfälle (68 Prozent) »israelbezogenem Antisemitismus« zu. Die Zahl der Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund wuchs laut Rias von 562 auf 807, auf einen Anteil von neun Prozent.

Rias steht für Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus. Die Stellen in zwölf Bundesländern dokumentieren und prüfen Fälle, die Betroffene oder Zeugen melden. Es sind also nicht nur strafbare Taten wie Angriffe, Bedrohungen oder Beleidigungen, sondern auch verletzende oder einschüchternde Äußerungen und Vorfälle im Alltag und im Internet.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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