Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die Planung des Autoherstellers Audi für ein neues Werk in den USA kritisiert. »Während sich weite Teile der Welt aufmachen hin zur technisch überlegenen Elektromobilität, wettet Audi auf fossile Energien und damit auf ein totes Pferd«, sagte Schneider dem »Kölner Stadt-Anzeiger«. »Mal ganz abgesehen von den mehr als unappetitlichen Umständen dieser Verkündung, muss man auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung haben.«

Seither steht Döllner in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat eigentlich interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf kurz vor Wahlen verbieten (mehr hier ). In den USA stehen am 3. November die Midterms an.

Das schlägt sich auch in den Absatzzahlen nieder: Im dritten Quartal sackten sie bei Audi nicht nur – wie bei allen deutschen Herstellern – in China ab, sondern auch in den USA. Wie sich das auf Gewinn und Umsatz ausgewirkt hat, ist noch nicht bekannt. Audi veröffentlicht diese Zahlen erst am Freitag.

Nach seinem gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Trump steht Audi-Boss Gernot Döllner auch im Volkswagen-Konzern in der Kritik. Im Intranet geriet die Debatte offenbar derart außer Kontrolle, dass VW eingriff. Mehr dazu erfahren Sie hier .

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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