In der Vaduzer Offensive läuft alles über Lutfi Dalipi. Der Youngster ist im Hoch, auch Zukunftspläne scheinen gemacht.
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Schon seit über zweieinhalb Jahre sei Lutfi Dalipi auf dem Radar des FC Vaduz gewesen, gab Trainer Marc Schneider zu. Im Sommer hat es dann endlich mit einem Transfer geklappt. Der Offensivspieler wechselte leihweise von YB nach Liechtenstein und schlug beim Super-League-Aufsteiger direkt voll ein. 5 Tore und 9 Assists gelangen dem 20-Jährigen in den ersten 12 Meisterschaftspartien. Einzig YB-Stürmer Samuel Essende hat noch mehr Skorerpunkte gesammelt.
«Meine grosse Stärke ist die Kreativität», erklärt Dalipi. Zudem gilt ein einfaches Rezept: «Mir macht es Spass auf dem Platz. Und ich habe das Vertrauen vom Trainer und vom Staff.» Trainer Schneider gebe ihm dabei die Freiheiten auf dem Platz, er könne sich so bewegen, wie er gerne möchte. Er sieht bei sich aber auch noch Verbesserungspotenzial: «Im körperlichen Bereich kann ich mich noch steigern. An der Effizienz kann ich ebenfalls noch arbeiten.»
Zurück zu YB?
Dass ein solches Talent nicht ewig für Vaduz spielen wird, ist klar. Seine Leihe läuft noch bis im kommenden Sommer. Dann ist vorerst eine Rückkehr nach Bern geplant. «Ich habe immer gesagt, dass mein Ziel ist, einmal für YB zu spielen», sagt Dalipi. Nach seinen starken Leistungen ist der Freiburger aber auch bei ausländischen Klubs schon auf dem Radar.
Ob Dalipi schon an einen Transfer ins Ausland denkt, lässt er sich nicht entlocken. «Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aktuell bin ich voll konzentriert auf Vaduz», meint der Offensivspieler ganz diplomatisch.
Wohl nicht für die Schweizer Nati
Auch die Nationalmannschaft wird nach einem solchen Saisonstart zum Thema. Der 20-Jährige könnte neben der Schweiz auch für Portugal, Albanien oder den Kosovo spielen. Bislang hatte er ab der U18 bis zur U21 die Nachwuchsstationen in der Schweiz durchlaufen.
Im A-Nationalteam sieht Murat Yakin aber derzeit keinen Platz für Dalipi, wie der Trainer am Donnerstag an der Medienkonferenz bei der Kadernomination auf Nachfrage bestätigte: «Wir haben aktuell ein grosses Angebot im Mittelfeld. Da wird es schwierig, ins Kader zu kommen.»
Zudem scheint es fraglich, dass Dalipi überhaupt für die Schweiz auflaufen will. Laut dem Blick habe er sich dafür entschieden, entweder für Albanien oder den Kosovo zu spielen. Das habe er seinem Grossvater versprochen. Die Entscheidung sei bereits gefallen, bestätigte auch Dalipi selbst. Verraten wollte er sie aber noch nicht: «Es wird dann kommuniziert, wo ich spiele.»
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SRF zwei, sportflash, 05.11.2026, 23:37 Uhr ; sam
Source: SRF · 05.11.2026, 23:49
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