NZZ-Redaktor erhält STAB-Preis
Die Zürcher Stiftung für abendländische Ethik und Kultur (STAB) hat ihren mit 50 000 Franken dotierten Jahrespreis 2026 dem NZZ-Sicherheits- und Geopolitikexperten Georg Häsler verliehen.
01.11.2026, 11.36 Uhr
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Georg Häsler Redaktor Sicherheits- und Geopolitik der «Neuen Zürcher Zeitung»
Die bedeutende Schweizer Stiftung für abendländische Kultur und Ethik (STAB) verleiht einmal im Jahr einen Preis an Persönlichkeiten, «die sich für die Idee der frei und persönlich bestimmten mitmenschlichen Verantwortung und der Rücksichtnahme auf die Nachwelt einsetzen und die einen ausserordentlichen Beitrag zur Pflege abendländischer Grundwerte» geleistet haben. Am Samstag hat sie in Zürich an einer von mehreren hundert Personen besuchten Feier ihren Jahrespreis 2026 dem NZZ-Redaktor Georg Häsler verliehen.
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Der 1972 in Bern geborene Häsler, der auch als Milizoberst aktiv ist und die FDP im Berner Stadtrat vertritt, habe mit seinen fundierten und allgemein verständlichen Artikeln und Analysen wesentlich zur schweizerischen Meinungsbildung bei geopolitischen Themen beigetragen, begründete der Stiftungspräsident und ehemalige Finanzvorsteher des Zürcher Stadtrats, Martin Vollenwyder, die Wahl. Die Stiftung würdige Häsler mit ihrem Preis für seine Arbeit ohne politische Scheuklappen, zum Nutzen der liberalen Demokratie.
Brigadier a. D. Alain Vittel würdigte in seiner Laudatio den Publizisten als einen überzeugten Liberalen und Anwalt der Freiheit, der für die Einsicht werbe, dass die Welt für die Schweiz nicht bloss Kulisse ist und Freiheit und Demokratie nicht gottgegeben sind, sondern geschützt werden müssen. Häsler verstehe dies wie kaum ein anderer zu erklären. Dabei sei er kein Nationalist, sondern erkläre, wieso Souveränität Kooperation brauche. In seiner Mischung aus bernischer Nüchternheit und lateinischer Lebensfreude sei Häsler zudem ein humorvoller Humanist, der für eine echte Gesamtverteidigung eintrete, nicht weil er vom Militär begeistert sei, sondern weil er die Schweiz vor Krisen und einem Krieg bewahren wolle.
Häsler hat «NZZ Pro», den vertieften Blick voraus der NZZ auf Geopolitik und Weltwirtschaft und Sicherheit wesentlich mitprägt. In seiner Dankesrede warnte er vor einer Umwertung der Werte durch die radikalen Pole zur politischen Linken und Rechten und appellierte an die Bedeutung eines schweizerischen, europäischen und aufklärerisch-abendländischen gesellschaftlichen Grundkonsens und Gesamtrahmens. Häsler will den Grossteil seines Preisgelds der humanitären Unterstützung der kriegsversehrten Ukraine zukommen lassen.
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Source: Neue Zürcher Zeitung · Peter A. Fischer
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