Nvidia-Chef Huang hatte mutmasslich eine Affäre mit einer chinesischen Spionin. Das Unternehmen leitet nun eine Untersuchung ein

Jensen Huang räumt eine Affäre ein. Laut Medienberichten vermuten die amerikanischen Behörden, dass die Frau vom chinesischen Geheimdienst angeworben wurde.

08.11.2026, 22.09 Uhr

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Laut Medienberichten hatte Nvidia-Chef Jensen Huang eine Affäre mit einer chinesischen Spionin.

Laut Medienberichten hatte Nvidia-Chef Jensen Huang eine Affäre mit einer chinesischen Spionin.

Evan Vucci / Reuters

(dpa) Der amerikanische Chipriese Nvidia hat eine Untersuchung zu Berichten eingeleitet, dass der Firmenchef Jensen Huang zum Ziel ausländischer Spionageaktivitäten geworden sei. Die Untersuchung solle von Mitgliedern des Verwaltungsrates und externen Ermittlern geführt werden, teilte Nvidia mit.

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In den vergangenen Tagen hatte es Medienberichte gegeben, wonach Huang ein Verhältnis zu einer Frau gehabt habe, die nach Vermutungen von amerikanischen Sicherheitskreisen vom chinesischen Geheimdienst angeworben worden sei. Huang bestätigte in einer E-Mail an die Nvidia-Beschäftigten, dass er eine Affäre gehabt habe. «Ich schulde meiner Familie und Euch allen eine Entschuldigung», schrieb er. «Ich war meiner Frau untreu.»

Zuvor hatte die «Financial Times» von der Liebesbeziehung berichtet. In einer ersten Reaktion von Nvidia auf die Berichte hatte es vor einigen Tagen noch geheissen, es handele sich um gewöhnliche Kontakte zu einer Vertreterin eines Nvidia-Kundenunternehmens.

Nvidia ist ein Schlüsselunternehmen für den KI-Boom. Chips der Firma aus Santa Clara im Silicon Valley dominieren in Rechenzentren bei Training und Betrieb künstlicher Intelligenz. Huang baute in den vergangenen Jahren zudem ein enges Verhältnis zum amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf.

Differenzen bei China-Politik

Zwischen Huang und der amerikanischen Regierung gab es immer wieder Differenzen über Beschränkungen für die Lieferung moderner KI-Chips nach China. Der Nvidia-Chef argumentiert, Verbote schadeten der Dominanz von Nvidia und damit auch der Vorreiterrolle der USA, weil sie die Entwicklung eigener Technologie in China beschleunigten.

Die amerikanische Regierung versucht dagegen seit Jahren, chinesische Fortschritte bei künstlicher Intelligenz durch die Blockade der Lieferungen von Hochleistungschips unter anderem von Nvidia zu bremsen.

Source: Neue Zürcher Zeitung

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