Luzerner versteigert «K.I.T.T.» – das sprechende Super-Auto aus der Kult-Serie «Knight Rider» mit David Hasselhoff. 500'000 Franken könnte der modifizierte Pontiac bringen.
Die Serie «Knight Rider» aus den 80er-Jahren geniesst Kult-Status. Egal ob wegen Filmstar David Hasselhoff als Verbrecherjäger, der kultigen Intromusik oder wegen «K.I.T.T.» dem intelligenten Super-Auto. Auch heute hat die amerikanische Fernsehserie noch viele Fans.
«Ein Auto, ein Computer, ein Mann», heisst es in der deutschen Version des «Knight Rider»‑Intros. Dass das Auto an erster Stelle steht, ist kein Zufall.
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Bild 1 von 6. Nur noch wenige «K.I.T.T.» sind erhalten geblieben. Bildquelle: Keystone/Stefan Meyer.
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Bild 2 von 6. Für Fans von «Knight Rider» ist der modifizierte Pontiac Firebird Trans Am ein Traumauto. Bildquelle: Keystone/Stefan Meyer.
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Bild 3 von 6. Das futuristische Cockpit von «K.I.T.T.»... Bildquelle: Keystone/Peter Klaunzer.
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Bild 4 von 6. …leuchtet wie eine Jahrmarktbude. Bildquelle: Keystone/Stefan Meyer.
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Bild 5 von 6. «K.I.T.T.» von hinten. Bildquelle: Keystone/Stefan Meyer.
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Bild 6 von 6. US-Schauspieler und Sänger David Hasselhoff posiert mit «K.I.T.T.» vor einem Auftritt in Berlin 2018. Bildquelle: Keystone/DPA/Jörg Carstensen.
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Denn der selbstfahrende, sprechende Sportwagen war der eigentliche Star der Serie. «K.I.T.T.» – das steht für die fiktive Firma «Knight Industries Two Thousand». Es wurden mehrere Autos auf der Basis des 1982er Pontiac Firebird Trans AM zum «K.I.T.T.» umgebaut.
Sie wurden für die Dreharbeiten von «Knight Rider» verwendet oder dienten als Requisit auf Promo-Touren. Einige Autos wurden auch beim Dreh von Stunts zerstört.
Der Luzerner Musiker Urs Kunz besitzt einen «K.I.T.T.». Es ist jener, den David Hasselhoff dabeihatte, als er 1987 als Musiker durch Europa tourte.
Vor 27 Jahren hat Urs Kunz sein Traumauto einer Plattenfirma abgekauft. Über den Kaufpreis wurde damals Stillschweigen vereinbart. Aber «K.I.T.T.» war in einem schlechten Zustand.
Davor war er nämlich als Ausstellungsauto in Italien gestohlen worden. Als Interpol ihn in Tschechien ausfindig machte, war «K.I.T.T.» übel zugerichtet. Die Diebe hatten die Elektronik schwer beschädigt.
In den 80er-Jahren war ich ein absoluter Fan. Es war ein Herzensentscheid, das Auto zu kaufen.
«Das Auto stand auf einem Parkplatz in Cham unter einer Tanne und war voller Nadeln», sagt Urs Kunz. «In den 80er-Jahren war ich ein absoluter Fan. Es war ein Herzensentscheid, das Auto zu kaufen.»
Auch in schlechtem Zustand versprühte das Kult-Auto aber immer noch seinen «Knight Rider»-Charme. Und der war auch gefragt. Zum Beispiel fuhr Beni Thurnheer 2002 mit dem «K.I.T.T.» von Urs Kunz durch eine Wand ins Fernsehstudio von «Tell Star».
In den letzten Jahren hat Urs Kunz sein «Knight Rider»-Auto in Giswil OW aufwendig restaurieren lassen. Sodass «K.I.T.T.» heute wieder zuverlässig fährt und redet.
Auf Schweizer Strassen ist «K.I.T.T.» aber nicht zugelassen – unter anderem wegen des speziell geformten Lenkrads und der Rücklichter hinter dunklem Plexiglas.
Richtige Spritztouren kann Urs Kunz mit «K.I.T.T.» also nicht drehen. Ohnehin sähe «Knight Rider»-Fan Urs Kunz sein Auto lieber in einem Museum. Nach 27 Jahren hat er darum beschlossen, sich von seinem Traumauto zu trennen.
Am 7. November kommt «K.I.T.T.» im Grand Hotel Dolder in Zürich unter den Hammer. Zusammen mit anderen seltenen Sportwagen wird er versteigert. Im Auktionskatalog steht eine Preisschätzung von 250.000–500.000 Franken.
Urs Kunz würde es begrüssen, wenn «K.I.T.T.» in der Schweiz bleiben würde. Am allerliebsten sähe er sein Auto künftig in seiner Nähe im Verkehrshaus in Luzern.
Source: SRF · 30.10.2026, 06:05
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