• Für die Schweiz endet die erste Standortbestimmung der Saison 2026/27 an der Euro Hockey Tour in Helsinki statt in Minne mit dem dritten «Nuller».
  • Nach einem 1:3 gegen Finnland und einem 2:4 gegen Schweden findet die Pleitenserie beim 2:4 gegen Tschechien ihre Fortsetzung.
  • Dabei führt die Nati dank bemerkenswerter Effizienz nach dem Startdrittel mit 2:0.

Seit dem Halbfinal an der Heim-WM und dem 6:0 gegen Norwegen am 30. Mai konnte die Schweiz kein Spiel mehr für sich entscheiden. An der Euro Hockey Tour in der finnischen Metropole gab's trotz vielversprechendem Beginn keinen Ausweg aus der Negativspirale. Entsprechend blieb der jungen Auswahl von Headcoach Jan Cadieux ein versöhnlicher Abschluss verwehrt.

Stattdessen lautet nach dem letzten Eindruck, einem 2:4 gegen Tschechien, das brutale Verdikt: 0 Punkte aus 3 Partien (Torverhältnis: 5:11). Der Nackenschlag ereilte die Nati in der 51. Minute, als Ondrej Kovarcik deutlich zu viel Raum vorfand und seine Farben erstmals an diesem Nachmittag in Führung brachte. Ein Empty Netter sollte noch folgen.

Plötzlich spielt im 2. Drittel nur noch Tschechien

Das Unglück hatte sich schon früher angekündigt. Im Mitteldrittel gerieten die Schweizer gegen den 7-fachen Weltmeister regelrecht unter die Räder. Spätestens seit dem 1:2-Anschlusstor durch Michal Kunc (26.), zurückzuführen auf eine Verkettung von Fehlern, entglitt ihnen die Partie.

An ihrer Stelle spielte nun der Widersacher ein konsequentes, vor allem aggressives Eishockey. Die Tschechen sorgten für permanenten Druck, zwangen Sandro Aeschlimann zu Abwehraktionen im Akkord und schnürten die SIHF-Offensive komplett ein. Auch nach 2 Aluminiumtreffern war der 2:2-Ausgleich durch Libor Zabransky (37.) die logische Konsequenz der mittlerweile entgegengesetzten Stärkeverhältnisse.

Zwei Premieren ohne Wert

Dabei hatte der muntere Start ins Spiel durchaus Mut gemacht: Es brauchte an dieser Euro Hockey Tour 3 Anläufe für die Schweiz, um sich als erstes Team auf die Anzeigetafel zu bringen. Gegen Tschechien war es dank Axel Simic (9.) und der davor kongenialen Vor- bzw. Zusammenarbeit mit Keanu Derungs so weit. Der nachnominierte Lausanne-Stürmer hatte freie Schusslinie und sorgte für die 1:0-Führung.

Die nächste Premiere folgte in der Schlussphase des Startdrittels: Jan Schwendeler zeichnete sich erstmals im Nati-Dress als Torschütze aus. Dies, nachdem er als ZSC-Akteur eine längere Durststrecke hinter sich hat und letztmals in der Liga im Dezember 2025 einnetzen konnte. Bei seinem 2. Auftritt mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust führte Schwendeler beim 2:0 (19.) ein veritables Kabinettstückchen auf, indem er einen Abpraller hinter dem Gehäuse erwischte und diesen via Schoner von Dominik Frodl in die Maschen spedierte. Im Nachhinein alles nur Makulatur …

So geht es weiter

Der nächste Nati-Zusammenzug steht mit Blick auf das Heimturnier vom 10. bis 13. Dezember in Zürich-Altstetten an. Dann geht es wiederum gegen die bewährten Widersacher Schweden, nach einem Tag Pause gegen Tschechien sowie zum Abschluss gegen Weltmeister Finnland.

Stimmen zum Spiel

Service zur Euro Hockey Tour

Source: SRF · 08.11.2026, 16:03

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