- Die UBS hat im dritten Quartal 2026 die Erträge und den Gewinn gesteigert.
- Zudem befindet sich die Grossbank in den letzten Zügen, die Integration der Credit Suisse abzuschliessen, wie es in einer Mitteilung heisst.
- Die Bank könne dabei gar mehr Kosteneinsparungen bis Ende Jahr in Aussicht stellen.
Die Grossbank UBS sieht sich auf gutem Weg, die Integration der Credit Suisse plangemäss abzuschliessen. Bei den Kosteneinsparungen dürfte sie die bisherigen Zielsetzungen gar übertreffen.
Die UBS setze derzeit «die letzten Schritte der Integration um», schreibt die Grossbank in der Mitteilung zum Quartalsabschluss. So seien per Ende September 2026 fast alle IT-Anwendungen der Credit Suisse, die ausser Betrieb genommen werden sollen, auch nicht mehr genutzt worden. Rund 90 Prozent seien bereits vollständig ausser Betrieb.
Die UBS erzielte in den Monaten Juli bis September 2026 einen Gewinn von 2.69 Milliarden US-Dollar und damit 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Bank mitteilte.
In ihrem Kerngeschäft – in der globalen Vermögensverwaltung – konnte die UBS weitere Kundengelder anziehen. Der Nettoneugeldzufluss belief sich in dem Bereich auf 55.1 Milliarden Dollar.
Unter dem Strich verwaltete die UBS über alle Bereiche der Gruppe hinweg allerdings kaum mehr Vermögen: Diese lagen Ende September bei 7328 Milliarden nach 7326 Milliarden Ende Juni. So war es im Asset Management netto zu Abflüssen in der Höhe von 5.1 Milliarden gekommen.
Im dritten Quartal konnte die Grossbank laut eigenen Angaben Kosteneinsparungen von 0.6 Milliarden Dollar erzielen. Insgesamt belaufen sich die Kosteneinsparungen brutto damit bereits auf 13.2 Milliarden Franken. Man gehe nun davon aus, insgesamt Kosteneinsparungen von brutto 13.7 Milliarden zu erzielen – damit werde die Bank das bisherige Ziel von 13.5 Milliarden übertreffen.
Personalbestand rückläufig
Der Personalbestand ist entsprechend weiter rückläufig: Mittlerweile zählt die UBS noch 97'593 Vollzeitstellen, nachdem sie bereits im Vorquartal mit 99'085 Personen unter die Marke von 100'000 Vollzeitbeschäftigten gesunken war. Einschliesslich externer Personen beschäftigte die Grossbank Ende September 109'990 Personen (Vorquartal 112.388).
Alles in allem sieht sich die Bank damit auf Kurs bezüglich ihrer Finanzziele. So erwarte sie, per Jahresende das Ziel einer Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) von rund 15 Prozent zu übertreffen. Das angestrebte Aufwand-Ertrags-Verhältnis von «weniger als 70 Prozent» werde die Bank erreichen und potenziell weiter verbessern.
Hoffen auf Lösung im Parlament
Strategisch setzte man dabei «weiterhin auf ein diversifiziertes Geschäftsmodell sowie auf globale und regionale Präsenz». Die Bank will sich auch «weiter konstruktiv» in die politische Diskussion über die künftigen regulatorischen Rahmenbedingungen einbringen, wie sie schreibt.
«Dabei hoffen wir auf eine Lösung im Parlament, die der Finanzstabilität des Landes zugutekommt, ohne den Aktionären, den Kunden sowie den Mitarbeitenden übermässige Kosten aufzubürden und ohne die langfristige Wettbewerbsposition von UBS zu beeinträchtigen.»
Source: SRF · 28.10.2026, 07:04
At a glance
- Topic
- World
- Country
- 🇨🇭 CH
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira