Der FC Thun schiesst in der dritten Runde der Conference League die ersten Tore und holt die ersten Punkte. Die Berner Oberländer gewinnen gegen Heart of Midlothian 3:1.
05.11.2026, 21.05 Uhr
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Die Thuner jubeln über das 3:0 von Furkan Dursun.
Anthony Anex / EPA
(sda) Als Nico Maier in der 60. Minute allein auf den gegnerischen Goalie zuläuft, machen sich die heimischen Fans bereit, ein viertes Mal zu jubeln. Doch der Freudenschrei erstickt, als der Ball nach einem Lupfer knapp am Tor vorbeikullert.
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Dabei sollten gerade die Thuner wissen, dass man solche Chancen nicht leichtfertig vergeben sollte. Hatten sie doch am Sonntag in Lausanne einen 1:4-Rückstand noch in einen 5:4-Sieg verwandelt. Von einem solchen Endspurt waren die Hearts an diesem Donnerstagabend allerdings weit entfernt - trotz dem Anschlusstreffer in der 83. Minute.
Überraschend zahm trat das Team aus der schottischen Hauptstadt Edinburgh auf und machte dem Gegner sogar noch Geschenke. Zum Beispiel in der 22. Minute, als Verteidiger Jamie McCart in den Ball lief und ihn ins eigene Netz beförderte, als hätte er genau das gewollt.
Für die Thuner, die nach zwei Runden im dritthöchsten europäischen Wettbewerb als einziges Team noch ohne Treffer dastanden, war dies der Auftakt zu einem insgesamt überzeugenden Auftritt.
Auch beim zweiten Thuner Treffer war der Gegner nicht ganz unschuldig. Nach Stephen Kingsleys missglücktem Klärungsversuch landete der Ball direkt vor den Füssen von Brighton Labeau, der seinen zehnten Saisontreffer erzielte. Der Aktion war ein starker Vorstoss von Maier vorausgegangen, der den Ball am eigenen Strafraum erobert und anschliessend Nils Reichmuth lanciert hatte.
In der 54. Minute war es erneut Reichmuth, der die Flanke zur Mitte schlug. Furkan Dursun lenkte den Ball ab und bejubelte das 3:0. Die klare Führung war alles andere als gestohlen. Nach einem etwas zögerlichen Start übernahmen die Thuner das Spieldiktat, erarbeiteten sich zahlreiche Chancen und hätten am Ende sogar noch höher gewinnen können.
Mit drei Punkten nach der Hälfte der Ligaphase darf Thun weiter auf das europäische Überwintern hoffen. Der nächste Gegner ist allerdings ein harter Brocken: Nach der Länderspielpause treten die Berner Oberländer auswärts bei Ajax Amsterdam an, das sich im Playoff gegen den FC Sion durchgesetzt hatte.
Source: Neue Zürcher Zeitung
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