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Shawn Thew / EPA

Die erste Frau an der Spitze von IWF und EZB: Christine Lagarde prägte über zwei Jahrzehnte die internationale Wirtschaftspolitik. Ein Rückblick in Bildern.

29.10.2026, 19.31 Uhr

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Historischer Durchbruch: 1999 wird Christine Lagarde als erste Frau an die Spitze der renommierten Wirtschaftskanzlei Baker & McKenzie gewählt. Zu Beginn ihrer Karriere als Juristin in Frankreich hatte sie mit Vorurteilen gegen Frauen zu kä

Historischer Durchbruch: 1999 wird Christine Lagarde als erste Frau an die Spitze der renommierten Wirtschaftskanzlei Baker & McKenzie gewählt. Zu Beginn ihrer Karriere als Juristin in Frankreich hatte sie mit Vorurteilen gegen Frauen zu kämpfen, wie sie Studierenden bei einer Abschlussfeier in Chicago im Jahr 2015 erzählte.

Ralf Finn Hestoft / Corbis / Getty

Im Jahr 2005 wechselte Lagarde in die Politik, ehe Präsident Nicolas Sarkozy sie 2007 zur Finanzministerin ernannte – als erste Frau in diesem Amt. Auf der Aufnahme von 2009: Lagarde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Sarkozy und dem deutsc

Im Jahr 2005 wechselte Lagarde in die Politik, ehe Präsident Nicolas Sarkozy sie 2007 zur Finanzministerin ernannte – als erste Frau in diesem Amt. Auf der Aufnahme von 2009: Lagarde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Sarkozy und dem deutschen Finanzminister Peer Steinbrück während eines Treffens in Berlin.

Wolfgang Kumm / EPA

Lagarde gilt als besonders umweltbewusst: Die damalige Finanzministerin wird am 6. Juni 2009 in Paris von einem Polizisten gestoppt. Wegen eines privaten Besuchs von US-Präsident Barack Obama in der Kathedrale Notre-Dame war die Strasse für

Lagarde gilt als besonders umweltbewusst: Die damalige Finanzministerin wird am 6. Juni 2009 in Paris von einem Polizisten gestoppt. Wegen eines privaten Besuchs von US-Präsident Barack Obama in der Kathedrale Notre-Dame war die Strasse für den Verkehr gesperrt.

Pascal Le Segretain / Getty

Als Finanzministerin und später als IWF-Chefin zeichnete sich Lagarde mit ihrer unnachgiebigen Haltung gegenüber dem hochverschuldeten Griechenland aus. Ihr Pendant in Berlin, der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, vertrat ebenfalls

Als Finanzministerin und später als IWF-Chefin zeichnete sich Lagarde mit ihrer unnachgiebigen Haltung gegenüber dem hochverschuldeten Griechenland aus. Ihr Pendant in Berlin, der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, vertrat ebenfalls eine harte Linie. Die Aufnahme vom März 2010 zeigt die beiden während eines Treffens in Brüssel.

Olivier Hoslet / EPA

Damals noch Finanzministerin: Christine Lagarde mit Südkoreas Finanzminister Yoon Jeung Hyun (links) und dem IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am 15. April 2011 in Washington. Strauss-Kahn, damals Frankreichs Hoffnungsträger der Linken für da

Damals noch Finanzministerin: Christine Lagarde mit Südkoreas Finanzminister Yoon Jeung Hyun (links) und dem IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am 15. April 2011 in Washington. Strauss-Kahn, damals Frankreichs Hoffnungsträger der Linken für das Präsidentenamt, musste nur Wochen später wegen eines Skandals zurücktreten.

Jacquelyn Martin / AP

Tags zuvor zur ersten IWF-Chefin und Nachfolgerin von Dominique Strauss-Kahn gewählt, verlässt Christine Lagarde am 29. Juni 2011 den Élysée-Palast in Paris. «Ein grosser und schöner Sieg für Frankreich und für die Frauen», erklärte der dam

Tags zuvor zur ersten IWF-Chefin und Nachfolgerin von Dominique Strauss-Kahn gewählt, verlässt Christine Lagarde am 29. Juni 2011 den Élysée-Palast in Paris. «Ein grosser und schöner Sieg für Frankreich und für die Frauen», erklärte der damalige Präsident Sarkozy.

Ian Langsdon / EPA

Europas Währungshüter: die IWF-Direktorin Christine Lagarde und der EZB-Präsident Mario Draghi am 30. November 2012 in Paris. Ihre Haltung gegenüber Griechenland und Steuersündern sorgte in Südeuropa für heftige Kritik.

Balint Porneczi / Bloomberg via Getty

Gespräch auf der Holzbank: Christine Lagarde zwischen Barack Obama und Matteo Renzi beim G-7-Gipfel auf Schloss Elmau am 8. Juni 2015. Im Folgejahr wurde sie von einem französischen Sondertribunal in einer Finanzaffäre der Fahrlässigkeit schuldig befunden, blieb jedoch von einer Strafe dispensiert.

Michael Kappeler / Keystone

Besuch in Westafrika: die IWF-Direktorin Christine Lagarde und Liberias Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf am 10. September 2015 in Monrovia nach dem Ende der Ebola-Krise.

Stephen Jaffe / IMF via EPA

Ein Lächeln nach siebzehn Stunden Verhandlung: Christine Lagarde am 13. Juli 2015 in Brüssel nach der Einigung auf das dritte Rettungspaket für Griechenland.

Geert Vanden Wijngaert / AP

Tanz in Kamerun: die IWF-Chefin Lagarde am 9. Januar 2016 in Douala mit Waisenkindern, bevor sie zu Wirtschaftsgesprächen mit dem Staatschef Paul Biya reist.

Stephen Jaffe / IMF via Getty

Als IWF-Chefin sprach Lagarde oft über die Hürden für Frauen in der Arbeitswelt. Im Bild ist Lagarde mit Ivanka Trump, Beraterin und Tochter des US-Präsidenten, und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen auf dem W-20-Gipfel in Berlin zu sehen.

Carsten Koall / EPA

Rückhalt abseits des Scheinwerferlichts: Christine Lagarde mit ihrem Lebensgefährten Xavier Giocanti am 10. November 2018 in Paris. Der Marseiller Unternehmer und Jurist begleitet die IWF-Chefin manchmal bei öffentlichen Auftritten.

Julien De Rosa / EPA

Lagarde zeichnete sich durch ihren Charme und ihren pragmatischen Kommunikationsstil aus.  Anstelle von abstrakten wirtschaftstheoretischen Begriffen bevorzugte sie einfache Metaphern. So empfahl sie Regierungen etwa die Haushaltskonsolidierung mit dem Bonmot, das Dach müsse repariert werden, wenn die Sonne scheine.

Grigory Dukor / AP

Amtsantritt in Frankfurt: Christine Lagarde vor dem EZB-Hochhaus an ihrem ersten offiziellen Arbeitstag als Nachfolgerin von Mario Draghi am 4. November 2019.  Um die skeptischen Deutschen für sich zu gewinnen, wagte sie sich sogar an die hessische Spezialität Grüne Sauce heran.

Thomas Lohnes / Getty

Kaum im Amt, wurde Lagarde mit den Finanzmarktturbulenzen nach dem Ausbruch der Pandemie konfrontiert. Als sie im März 2020 an einer Pressekonferenz erklärte, die EZB sei nicht dazu da, die Risikoprämien auf Staatsanleihen zu drücken, befeuerte sie die Verwerfungen auf den Märkten. Dieser verbale Patzer sollte den Marktteilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben. Auch für ihre Initiative, Klimarisiken in die Bewertung von Sicherheiten miteinzubeziehen, handelte sie sich scharfe Kritik ein und musste sich dem Vorwurf aussetzen, sie verpolitisiere die Notenbank.

Armando Babani / EPA

Immer wieder gab es Spekulationen über einen vorzeitigen Abgang bei der EZB. Bereits 2025 hiess es mehrfach, sie werde die Nachfolge von Klaus Schwab an der WEF-Spitze antreten. Die Aufnahme vom Januar 2026 zeigt sie mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron beim WEF in Davos.

Harun Ozalp / Anadolu via Getty

Ihre Amtszeit beim IWF gilt als Erfolg, jene in Frankfurt weniger: Unter ihrer Führung reagierte die EZB zu spät auf den Inflationsschub nach der Pandemie. Dennoch kann sie auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken, in der sie sich für die Gleichstellung der Geschlechter starkgemacht hat. Die Aufnahme zeigt sie bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am 29. Oktober 2026.

Heiko Becker / Reuters

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Source: Neue Zürcher Zeitung · Isabella Hager, Catherine Bosley

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