Als erster Torhüter überhaupt wird Leonardo Genoni die Schallmauer von 1000 National-League-Spielen durchbrechen.
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7 Meistertitel, seit knapp 20 Jahren Goalie in der obersten Liga, 89 Shutouts, 92,43 % Fangquote, 617 Siege und bald 1000 Einsätze in der höchsten Schweizer Spielklasse – Leonardo Genoni steht vor einem Meilenstein, den noch kein Torhüter vor ihm erreicht hat. «Der Unterschied zu den Feldspielern macht es einzigartig. Dass ich bald der erste Torhüter sein werde, der diese Marke erreicht, macht mich stolz», meint Genoni zu seinem anstehenden Jubiläum.
Bei Torhütern ist es spezieller, weil diese auch mal ein Spiel aussetzen und gar nicht zum Einsatz kommen. Genoni stand schon in 997 Partien (inklusive Playoff) auf dem Eis. Rekordgoalie ist er schon, vor Reto Pavoni (907 Einsätze).
Ich versuche, dass es ein Spiel wie jedes andere wird. Speziell wird das Rundherum sein.
Sein 1000. Spiel könnte Genoni – Verletzungen oder Rotation vorbehalten – am 11. November zu Hause gegen Ambri absolvieren. Genoni stapelt tief: «Ich versuche, dass es ein Spiel wie jedes andere wird. Speziell wird das Rundherum sein.» Und weiter: «Ich bin froh, wenn die Marke durch ist, denn es ist schon gerade das grosse Thema.» Der 39-Jährige schlägt aber auch andere Töne an: «Wenn ich einmal aufhöre und zurückblicke, werde ich wissen, dass es etwas Grossartiges war.»
Für das Erreichen dieses Meilensteins hebt Genoni mehrere Faktoren hervor: Konstanz über all die Jahre, die häufigen Einsätze, das Vertrauen aller Entscheidungsträger und das Ausbleiben grösserer Verletzungen.
Festhalten am Auslaufmodell
Konstanz ist Genoni auch bei der Ausrüstung wichtig. Angesprochen auf sein Fanghandmodell muss er lachen: «Ja, das gibt es schon länger nicht mehr so.» So lange er genügend Exemplare bestelle, bekomme er diese aber noch. Seit den Zeiten in der Nationalliga B in Zürich (mit den GCK Lions) nutze er dieses Modell.
Diese Zeit liegt fast 2 Jahrzehnte zurück. 87 Mal hütete der Kilchberger das Tor des ZSC-Farmteams, erstmals schon als 17‑Jähriger. Im Zürcher Fanionteam kam er nie zum Einsatz, an Ari Sulander gab es kein Vorbeikommen.
Wir durften mit 20 Jahren einen NLA-Klub ‹tragen› – das war speziell.
Ein Grund, weshalb Genoni 2007 gemeinsam mit Reto Berra zum HC Davos wechselte: «Wir durften mit 20 Jahren einen NLA-Klub ‹tragen› – das war speziell.» Schmunzelnd fügt er an: «Rückblickend war es auch die richtige Entscheidung des HCD.»
Kann man so sagen: Genoni war bei den Meistertiteln 2009, 2011 und 2015 der unumstrittene Stammtorhüter. 2016 zog es ihn nach Bern, wo er in der 1. und 3. Saison ebenfalls Meister wurde. Danach folgte der Wechsel in die Nähe seiner Heimat, Kilchberg, zum EV Zug. Dort folgten die Meistertitel 6 und 7 für Genoni. Und trotz anstehendem Meilenstein ist bei Genoni das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: Jüngst verlängerte er seinen Vertrag bis 2030.
SRF zwei, sportflash, 29.10.2026, 22:08 Uhr ; dom
Source: SRF · 30.10.2026, 09:09
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