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Nach zwei Wochen zäher Verhandlungen haben sich die knapp 200 Teilnehmerstaaten der UNO-Biodiversitätskonferenz (COP17) in Armenien auf wichtige Beschlüsse zum Schutz der Natur geeinigt. Im Plenarsaal in Jerewan brach gestern Abend Applaus aus. Allerdings blieben Fortschritte bei einigen besonders umstrittenen Fragen begrenzt.

COP17-Präsident: „Das war’s. Perfekt“

„Das war’s. Perfekt“, sagte der armenische Umweltminister und COP17-Präsident Hambardsum Matewosjan, als zwei zentrale Dokumente verabschiedet waren. Die endgültigen Fassungen der angenommenen Texte liegen noch nicht vor. Unklar ist daher, welche Vorschläge aus den zuvor kursierenden Entwürfen tatsächlich beschlossen wurden.

Eines der Dokumente betrifft eine erste weltweite Bestandsaufnahme des Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal von 2022. Darin hatten sich die Staaten auf 23 Ziele bis 2030 verpflichtet, darunter den Schutz von mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresflächen.

Laut einem UNO-Bericht hinkt die internationale Gemeinschaft bei fast allen Zielen hinterher. Ein Verhandlungsentwurf forderte deshalb beschleunigte Anstrengungen gegen den Verlust der biologischen Vielfalt.

Umweltschutzorganisationen erleichtert

Umweltschützer reagierten erleichtert, aber zurückhaltend. Die Einigung sei „nicht besonders aufregend oder detailliert“, hieß es von der Organisation Fauna & Flora. Dass die Staaten überhaupt eine Verständigung erzielt hätten, sei aber eine gute Nachricht. WWF International sprach von einem Ergebnis mit Stärken und Schwächen, das insgesamt positiv zu bewerten sei.

Besonders umstritten war der Abbau von Subventionen und anderen finanziellen Anreizen, die der Natur schaden, etwa für fossile Energieträger, intensive Landwirtschaft und Überfischung. Obwohl sich die Staaten verpflichtet haben, diese Förderung bis 2030 jährlich um mindestens 500 Milliarden Dollar zu verringern, fließen Schätzungen zufolge weiterhin rund 2,4 Billionen Dollar pro Jahr in solche Anreize.

Greenpeace sprach trotz der schwachen Formulierungen des angenommenen Beschlusses von einem wichtigen politischen Impuls zum Abbau solcher Subventionen.

Source: ORF · ORF.at

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