Besser Leben
Therapeut: „Werden Kinder ständig mit Medien beruhigt, können ihnen wichtige Lernerfahrungen fehlen“
Wer schon früh lernt, Gefühle mit dem Bildschirm zu verdrängen, kann später Schwierigkeiten haben, den Medienkonsum zu regulieren, warnt ein Therapeut – und gibt Tipps, wie Eltern ihre Kinder beim Umgang mit sozialen Medien unterstützen können
Wenn Kinder unruhig sind oder sich langweilen, greifen Erwachsene mitunter zum Tablet, um sie abzulenken. Das kann Betreuungspersonen vereinzelt natürlich entlasten, doch Kinder sollten auch lernen, mit solchen Gefühlen umzugehen.
Langeweile? Handy! Unsicherheit? Handy! Traurigkeit? Handy! Für viele Kinder und Jugendliche wird das Smartphone zur Problemlösungsstrategie, beobachtet Dominik Batthyány. Der Psychotherapeut beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Suchtproblematiken und weiß, wie schwer es fallen kann, sich dem Sog sozialer Medien zu entziehen. Umso wichtiger sei es, früh zu lernen, mit unangenehmen Gefühlen umzugehen, statt sie sofort zu verdrängen. Denn Selbstregulation ist wie ein Muskel, der trainiert werden muss.
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Source: Der Standard
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