Ein Jahr danach

Stephanie Krisper: "Wir sind mit einer neuen, gefährlichen Realität konfrontiert"

Im ersten Interview nach ihrem Rückzug kritisiert Ex-Neos-Abgeordnete Stephanie Krisper Abstriche bei Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit durch die Bundesregierung. Das helfe nur der FPÖ

Florian Sulzer

Paul Weis-Preisträgerin Stephanie Krisper am Rande des Interviews. Was würde der österreichische NS-Flüchtling und führende Mitverfasser der Genfer Flüchtlingskonvention Paul Weis heute raten? "Aus Fehlern lernen", sagt Krisper.

Für viele menschenrechtlich und gegen Korruption engagierte Personen in Österreich war ihr Rückzug aus dem Nationalrat ein negatives Signal: Nach der schwarz-rot-pinken Regierungsbildung sehe sie in ihrer parlamentarischen Arbeit keinen Sinn mehr, sagte Stephanie Krisper, Menschenrechtsexpertin und bis dahin Neos-Abgeordnete, damals im Oktober 2025. Am Freitag erhielt die 46-jährige Juristin den Paul-Weis-Preis für zivilgesellschaftliches Engagement der Initiative Courage 2030 (siehe "Wissen"). Im STANDARD-Interview zieht Krisper nach einem Jahr außerparlamentarischen Wirkens erstmals Bilanz.

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Source: Der Standard

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