Premierenbericht

"Seicht sein" mit Elfriede Jelinek im Kabinetttheater Wien

Die Figurentheaterbühne hat mit der Uraufführungsinszenierung des Theateressays "Ich möchte seicht sein" (1983) ins Schwarze getroffen

Hans Schubert

Kabinetttheater "Ich möchte seicht sein"

Elfriede Jelinek ist nicht gerade für Theaterminiaturen bekannt. Und doch hat das für kleinformatige Preziosen verantwortliche Kabinetttheater in Wien nun eine Jelinek uraufgeführt. Es ist der anno 1983 (!) bereits die kommenden Jahrzehnte des Theaters antizipierende, klarsichtige und witzige Essay Ich möchte seicht sein, der nun bis Monatsende in der Porzellangasse zu sehen ist. Jelinek hat darin vor über vierzig Jahren bereits die Grundpfeiler des postdramatischen Theaters formuliert (erstmals im Jahresheft von Theater heute publiziert).

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Source: Der Standard

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