Online seit heute, 23.27 Uhr
Heute, einen Tag nach der US-Zwischenwahl, hat sich der prominente Demokrat Hakeem Jeffries für den Topjob als Sprecher des Repräsentantenhauses in Stellung gebracht. Nach dem Sieg der Demokraten bei erklärte er seine Kandidatur, wie er auf seiner Webseite ankündigte. Die Zeiten, in denen das Repräsentantenhaus wie eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Regierung von US-Präsident Donald Trump funktioniere, seien vorbei, schrieb er.
Jeffries wäre der erste Schwarze im Amt des Sprechers. Bislang ist er Minderheitsführer im Repräsentantenhaus. Anfang Januar beginnt die neue Legislaturperiode, dann steht auch die Wahl des Sprechers an. Ein Kandidat muss nach Kongressangaben die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen.
Der Sprecher des Repräsentantenhauses leitet die Sitzungen der Parlamentskammer im Kongress und nimmt eine prominente Stellung ein. Zudem ist er der Führer der Mehrheitsfraktion.
Medien: Aktueller Sprecher wird nicht Minderheitsführer
Aktuell ist der Republikaner Mike Johnson Sprecher der Parlamentskammer. US-Medien zufolge will er nicht als Minderheitsführer weitermachen. Das habe Johnson seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer telefonischen Besprechung gesagt, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Öffentlich äußerte sich Johnson dazu zunächst nicht.
Der republikanische Politiker aus dem südlichen Bundesstaat Louisiana war 2017 ins Repräsentantenhaus und 2023 zu dessen Sprecher gewählt worden, ein einflussreicher Posten. Johnson gilt als enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump.
Source: ORF · ORF.at
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