High vor Herodot

Positiver Drogentest: Skythen berauschten sich mit Cannabis bereits vor 2800 Jahren

Neben den Toten eines Fürstengrabs lagen mehr als tausend Hanfsamen. Die chemischen Spuren in Haaren aus dem Grab legen nahe, dass die Pflanze als Rauschmittel diente

GETTY IMAGES NORTH AMERICA/JUSTI

Hanfpflanzen werden von Menschen seit Jahrtausenden genutzt – unter anderem auch als Droge.

Als Herodot im fünften Jahrhundert vor Christus die Bräuche der Skythen schilderte, hielt er eine Szene fest, die zur meistzitierten antiken Quelle über den Cannabisrausch werden sollte. Nach einem Begräbnis, so berichtet der griechische Geschichtsschreiber, stellten die Reiternomaden drei Stangen zu einem Zelt zusammen, bespannten es mit Wollfilz und warfen Hanfsamen auf glühende Steine. Kein griechisches Dampfbad komme gegen den Qualm an, der dabei entstehe, beklagte Herodot, und die Skythen heulten vor Vergnügen. Herodot deutete das Ganze als Reinigungsritual, mit Wasser würden sie sich nämlich nie waschen.

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Source: Der Standard

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